• Deutschland war schon beim allerersten Eurovision Song Contest dabei – damals sogar mit zwei Beiträgen
  • Zwischen Nicoles Friedenshymne und Lenas „Satellite“ lagen fast drei Jahrzehnte, in denen Deutschland beim ESC zwischen großen Hoffnungen und bitteren Enttäuschungen schwankte
  • Unser Überblick zeigt alle deutschen Teilnehmer des Eurovision Song Contests von 1956 bis heute

1956 war die ESC-Premiere. Damals fand der Eurovision Song Contest zum ersten Mal statt. Und: Deutschland war auch schon mit von der Partie. Da insgesamt nur sieben Länder teilnahmen, schickte jede Nation zwei Vertreter ins Rennen. Für die Bundesrepublik Deutschland gingen beim Sieg der Schweizerin Lys Assia („Refrain“) Walter Andreas Schwarz („Im Wartesaal zum großen Glück“) und Freddy Quinn („So geht das jede Nacht“) an den Start.

Erst 26 Jahre später gab es den ersten deutschen Sieg beim ESC. 1982 triumphierte die damals erst 17 Jahre alte Nicole mit „Ein bisschen Frieden“. Noch einmal 28 Jahre dauerte es bis zum zweiten deutschen Erfolg: Lena Meyer-Landrut siegte in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Ihr Song „Satellite“, ein Lied der US-amerikanischen Songwriterin Julie Frost und des dänischen Komponisten John Gordon, landete vor maNga aus der Türkei und Paula Seling & Ovi aus Rumänien mit 246 Punkten auf Platz 1.

Deutschlands Beiträge beim ESC: „Zwei kleine Italiener“, „Dschinghis Khan“ und mehr

Viele der deutschen Beiträge zum Eurovision Song Contest wurden nationale Hits. Neben „Ein bisschen Frieden“ und „Satellite“ schafften einige den Sprung in die Charts: „Zwei kleine Italiener“ von Conny Froboess (1962), „Dschingis Kahn“ von Dschingis Kahn (1979), „Can’t Wait Until Tonight“ von Max Mutzke (2004) und „No No Never“ von Texas Lightning (2006).

Germany's Lena Meyer-Landrut sings her winning song with the German flag at hands after the final of the Eurovision Song Contest in Oslo, Norway, 29 May 2010. Photo: Valeriy Melnikov [ Rechtehinweis: (c) dpa ]

Neben den beiden Siegen gelangen Deutschland vier zweite Plätze in den Jahren 1980, 1981, 1985 und 1987 sowie fünf dritte Plätze 1970, 1971, 1972, 1994 und 1999. Zwei dieser dritten Plätze gingen auf das Konto von Katja Ebstein, die 1970 und 1971 jeweils Bronze holte; ein weiterer gelang Mary Roos 1972. Auf der anderen Seite stehen zehn letzte Plätze im ESC-Finale: 1964, 1965, 1974, 1996, 2005, 2008, 2015, 2016, 2022 und 2023.

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Zuletzt konnte Deutschland diese Negativserie zumindest bremsen: Isaak erreichte 2024 mit „Always on the Run“ Platz 12, Abor & Tynna landeten 2025 mit „Baller“ auf Platz 15. Nun richtet sich der Blick auf Sarah Engels, die Deutschland 2026 mit „Fire“ beim ESC in Wien vertritt – und damit die Reihe deutscher Beiträge fortsetzt, die 1956 mit Walter Andreas Schwarz und Freddy Quinn begann.

Im Video: Alle ESC-Beiträge aus Deutschland von 1956 bis heute

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Alle deutschen ESC-Beiträge im Überblick

JahrInterpretTitelPunktePlatz
1956 Walter Andreas Schwarz Im Wartesaal zum großen Glück keine Angabe keine Angabe 1956 Freddy Quinn So geht das jede Nacht keine Angabe keine Angabe 1957 Margot Hielscher Telefon, Telefon 8 4 1958 Margot Hielscher Für zwei Groschen Musik 5 7 1959 Alice & Ellen Kessler Heute Abend wollen wir tanzen geh’n 5 8 1960 Wyn Hoop Bonne nuit ma chérie 11 4 1961 Lale Andersen Einmal sehen wir uns wieder 3 13 1962 Conny Froboess Zwei kleine Italiener 9 6 1963 Heidi Brühl Marcel 5 9 1964 Nora Nova Man gewöhnt sich so schnell an das Schöne 0 13 1965 Ulla Wiesner Paradies, wo bist du? 0 15 1966 Margot Eskens Die Zeiger der Uhr 7 10 1967 Inge Brück Anouschka 7 8 1968 Wencke Myhre Ein Hoch auf die Liebe 11 6 1969 Siw Malmkvist Primaballerina 8 9 1970 Katja Ebstein Wunder gibt es immer wieder 12 3 1971 Katja Ebstein Diese Welt 100 3 1972 Mary Roos Nur die Liebe lässt uns leben 107 3 1973 Gitte Junger Tag 85 8 1974 Cindy & Bert Die Sommermelodie 3 14 1975 Joy Flemming Ein Lied kann eine Brücke sein 15 17 1976 Les Humphries Singers Sing Sang Song 12 15 1977 Silver Convention Telegram 55 8 1978 Ireen Sheer Feuer 84 6 1979 Dschinghis Khan Dschinghis Khan 86 4 1980 Katja Ebstein Theater 128 2 1981 Lena Valaitis Johnny Blue 132 2 1982 Nicole Ein bisschen Frieden 161 1 1983 Hoffmann & Hoffmann Rücksicht 94 5 1984 Mary Roos Aufrecht geh’n 34 13 1985 Wind Für alle 105 2 1986 Ingrid Peters Über die Brücke geh’n 62 8 1987 Wind Lass die Sonne in dein Herz 141 2 1988 Maxi & Chris Garden Lied für einen Freund 48 14 1989 Nino de Angelo Flieger 46 14 1990 Chris Kempers & Daniel Kovac Frei zu leben 60 9 1991 Atlantis 2000 Dieser Traum darf niemals sterben 10 18 1992 Wind Träume sind für alle da 27 16 1993 Münchner Freiheit Viel zu weit 18 18 1994 Mekado Wir geben ’ne Party 128 3 1995 Stone & Stone Verliebt in Dich 1 23 1996 Leon Planet of Blue nicht für das Finale qualifiziert 1997 Bianca Shomburg Zeit 22 18 1998 Guildo Horn Guildo hat euch lieb! 86 7 1999 Sürpriz Reise nach Jerusalem 140 3 2000 Stefan Raab Wadde hadde dudde da? 96 5 2001 Michelle Wer Liebe lebt 66 5 2002 Corinna May I Can’t Live Without Music 17 21 2003 Lou Let’s Get Happy 53 12 2004 Max Mutzke Can’t Wait Until Tonight 93 8 2005 Gracia Run & Hide 4 24 2006 Texas Lightning No No Never 36 15 2007 Roger Cicero Frauen regier’n die Welt 49 19 2008 No Angels Disappear 14 23 2009 Alex Swings Oscar Sings! Miss Kiss Kiss Bang 35 20 2010 Lena Satellite 246 1 2011 Lena Taken By A Stranger 107 10 2012 Roman Lob Standing Still 110 8 2013 Cascada Glorious 18 21 2014 Elaiza Is It Right? 39 18 2015 Ann Sophie Black Smoke 0 27 2016 Jamie-Lee Ghost 11 26 2017 Levina Perfect Life 6 25 2018 Michael Schulte You Let Me Walk Alone 340 4 2019 S!sters Sister 24 25 2020 Ben Dolic Violent Thin ESC abgesagt 2021 Jendrik I Don’t Feel Hate 3 25 2022 Malik Harris Rockstars 6 25 2023 Lord Of The Lost Blood & Glitter 18 26 2024 Isaak Always On The Run 117 12 2025 Abor & Tynna Baller 151 15 2026 Sarah Engels Fire