Unter dem feierlichen Schwenken des Richtkranzes feierte die Universitätsmedizin Halle heute ein bedeutendes Etappenziel: Weniger als zwei Jahre nach der Grundsteinlegung ist der Rohbau des neuen Gebäudekomplexes „Haus 12/13“ fertiggestellt. Der Neubau soll ab 2028 als neue „klinische Mitte“ das Herzstück der modernen Patientenvorsorge in der Region bilden.
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In Anwesenheit von Ministerpräsident Sven Schulze sowie den Ministern Prof. Dr. Armin Willingmann (Wissenschaft) und Michael Richter (Finanzen) wurde der Baufortschritt gewürdigt. Das Land Sachsen-Anhalt investiert rund 180 Millionen Euro in das Projekt, welches im Rahmen des „Zukunftskonzepts Universitätsmedizin 2030“ realisiert wird.
Ein Bekenntnis zur Zukunft
Der Ärztliche Direktor, PD Dr. Matthias Janda, betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Vorhabens weit über die Stadtgrenzen hinaus: „Dieses Richtfest steht für ein klares Bekenntnis – es ist eine Investition in die Zukunft unseres Bundeslandes, in die Gesundheitsversorgung, in Wissenschaft und in Ausbildung.“ Er dankte der Landesregierung für die Entscheidung im Jahr 2020, die ein „starkes Zeichen für die Zukunft von Sachsen-Anhalt“ gesetzt habe.
Der Neubau ist beeindruckend dimensioniert: Auf sieben oberirdischen und zwei unterirdischen Etagen entstehen rund 11.400 Quadratmeter Nutzfläche. Mit 246 Betten wird das Haus zentrale medizinische Funktionen bündeln, die bisher auf verschiedene Gebäudeteile verteilt waren. Von der Intensivstation über die Radiologie und Endoskopie bis hin zur Geburtshilfe und Orthopädie werden hier künftig modernste Behandlungsbereiche zusammengeführt.
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Kürzere Wege, bessere Versorgung
Ein entscheidender Vorteil des Neubaus liegt in der Vernetzung. Interne Verbindungsgänge werden „Haus 12/13“ mit den benachbarten Klinikteilen verknüpfen. „Dadurch können Behandlungsbereiche zusammengeführt und Wege für Patient:innen sowie Mitarbeitende kürzer gestaltet werden“, so Dr. Janda. Er sieht in dem Projekt weit mehr als nur Beton und Stahl: „Wir sehen hier neue Arbeitsmöglichkeiten, moderne Infrastruktur und vor allem ein gemeinsames Zukunftsprojekt, das Spitzenmedizin, Forschung und menschliche Versorgung dauerhaft verankert.“
Blick auf 2028
Nach dem heutigen Richtfest beginnt nun der Innenausbau des 53 x 43 Meter messenden Komplexes. Ziel ist es, die bauliche Hülle bis 2028 mit Leben zu füllen. Dr. Janda blickt der Inbetriebnahme mit großer Vorfreude entgegen: „Wir werden dieser Verantwortung gerecht werden – durch verlässliche Versorgung der Menschen hier in Halle und im ländlichen Raum sowie durch wissenschaftliche Exzellenz.“
Mit der geplanten Fertigstellung im Jahr 2028 wird die Universitätsmedizin Halle ihre Position als führender Gesundheitsstandort festigen und den Fachkräften von morgen ein hochmodernes Arbeitsumfeld bieten.
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Bedeutung für den Standort
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze betonte die enorme Bedeutung des Bauprojekts für die Region und das Land. Er bezeichnete die Investition als ein klares Signal für die Zukunftsfähigkeit der Universitätsmedizin in Halle. „Heute ist ein guter Tag für Halle und ein hervorragender Tag für die medizinische Versorgung in ganz Sachsen-Anhalt. Mit diesem Richtfest feiern wir nicht nur einen Rohbau, sondern das Fundament für die Spitzenmedizin von morgen.“
Er hob hervor, dass durch die neue „klinische Mitte“ zentrale Funktionen gebündelt werden, was die Patientenversorgung auf ein neues Niveau hebt. Zudem verwies Schulze auf die Investitionssumme von rund 180 Millionen Euro als einen der größten Hochbaumaßnahmen des Landes Sachsen-Anhalt. „Die 180 Millionen Euro, die das Land hier investiert, sind gut angelegtes Geld. Wir stärken damit den Wissenschaftsstandort und sorgen dafür, dass die Menschen in unserer Region auch in Zukunft auf höchstem Niveau behandelt werden können.“
Schulze weiter: „Was hier entsteht, ist das Herzstück des Zukunftskonzepts Universitätsmedizin 2030. Es zeigt, dass wir Wort halten und die Infrastruktur für Lehre, Forschung und Krankenversorgung konsequent modernisieren.“
Weltoffenheit als medizinische Notwendigkeit
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In seiner Rede beim Richtfest ging Ministerpräsident Sven Schulze auch auf die personelle Situation und die gesellschaftliche Debatte ein, wobei er die Bedeutung internationaler Fachkräfte für die Universitätsmedizin unterstrich. Ohne eine bestimmte Partei beim Namen zu nennen, positionierte sich Schulze deutlich gegen Tendenzen der Ausgrenzung. Er betonte, dass Spitzenmedizin in Halle ohne internationale Unterstützung nicht denkbar sei. „Spitzenforschung und Spitzenmedizin sind immer international. Wer glaubt, wir könnten die Herausforderungen der Zukunft allein mit dem Blick nach innen lösen, der verkennt die Realität in unseren Krankenhäusern.“
Schulze verwies darauf, dass bereits heute Menschen aus zahlreichen verschiedenen Nationen an der Universitätsklinik arbeiten und gemeinsam die Versorgung der Patienten sicherstellen. Er mahnte, dass eine abschätzige Haltung gegenüber Menschen ausländischer Herkunft den medizinischen Standard gefährde, da das System auf diese Fachkräfte angewiesen ist. „Wir müssen uns klarmachen: Wenn wir die Menschen, die aus anderen Ländern zu uns kommen, um hier als Ärzte oder in der Pflege zu arbeiten, nicht mit offenen Armen empfangen, dann wird dieses moderne Gebäude leer bleiben.“
Der Ministerpräsident betonte, dass Investitionen wie der 180 Millionen Euro teure Neubau auch dazu dienen, den Standort für kluge Köpfe aus aller Welt attraktiv zu halten. „Es geht hier nicht nur um Steine und Beton, sondern um eine Kultur des Miteinanders. Halle ist eine weltoffene Stadt, und die Universitätsmedizin ist das beste Beispiel dafür, wie Vielfalt uns alle stärker macht.“

Forschung und Lehre auf Augenhöhe
Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann hob beim Richtfest vor allem die strategische Bedeutung des Bauprojekts für die Verbindung von Forschung, Lehre und Krankenversorgung hervor. „Wir bauen hier nicht nur eine neue Klinik, wir bauen an der Zukunft der universitären Medizin. In diesem Gebäude wird künftig sichtbar, wie eng exzellente Forschung und modernste Heilmethoden in Halle miteinander verzahnt sind.“ Willingmann betonte, dass der Neubau nicht nur die Patientenversorgung verbessert, sondern auch die Bedingungen für die Ausbildung künftiger Mediziner und die klinische Forschung massiv stärkt. „Für unsere Studierenden schaffen wir hier Bedingungen, die deutschlandweit ihresgleichen suchen. Wer hier in Halle Medizin studiert, wird in einer Umgebung ausgebildet, die technisch und räumlich auf dem allerneuesten Stand ist.“
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Er unterstrich, dass die rund 180 Millionen Euro eine Investition in den „Wissenschaftsstandort Sachsen-Anhalt“ seien. „Dieser Neubau ist ein Kraftakt für das Land, aber er ist alternativlos, wenn wir als Forschungsstandort in der ersten Liga mitspielen wollen. Die Universitätsmedizin Halle setzt hiermit ein Ausrufezeichen weit über die Landesgrenzen hinaus.“
Finanzielle Dimension und Effizienz
Finanzminister Michael Richter setzte beim Richtfest den Fokus auf die wirtschaftlichen Aspekte und die beachtliche Dimension der Investition durch das Land Sachsen-Anhalt. „Wir investieren hier 180 Millionen Euro in die Zukunft der medizinischen Versorgung. Das ist eine stolze Summe, aber jeder Euro ist hier an der richtigen Stelle eingesetzt.“ Richter betonte, dass dieses Bauvorhaben ein wesentlicher Pfeiler der Landesinvestitionen im Bereich Hochbau ist. Er hob hervor, dass das Projekt trotz der Herausforderungen der letzten Jahre stabil im Zeitplan und im Kostenrahmen geblieben ist. „Mit dem ‚Haus 12/13‘ schaffen wir eine Infrastruktur, die nicht nur medizinisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll ist. Wir bündeln Kräfte und modernisieren Prozesse, um die Universitätsmedizin Halle für das Jahr 2030 und darüber hinaus wetterfest zu machen.“

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