13.05.2026, 16:43 Uhr,
zuletzt aktualisiert: 13.05.2026, 16:43 Uhr

Braunschweig. BS Energy hat einen Transformationsplan vorgelegt. Darin stellt das Unternehmen jetzt dar, wie es die Wärmeerzeugung dekarbonisieren und die Fernwärme ausbauen will. Mit diesem strategischen Konzept erfüllt das Versorgungsunternehmen aus Braunschweig laut eigener Aussage in einer Pressemitteilung eine wichtige Auflage des Bundesgesetzes für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG).

„Dabei bewegt sich BS Energy stets in einem Dreiklang aus Versorgungssicherheit, Treibhausgasneutralität und Bezahlbarkeit”, sagt Dr. Volker Lang, Vorstandsmitglied von BS Energy.

Ausbau der Fernwärme und Umbau der Erzeugung

Ein Ziel des Transformationsplans von BS Energy ist es, den Anteil der Fernwärme an der Braunschweiger Wärmeversorgung von zurzeit mehr als 30 Prozent deutlich zu steigern und weitere Teile des Stadtgebiets zu erschließen. Hohe Priorität für den Fernwärmeausbau besitzen derzeit die Innenstadt und angrenzende Bereiche. Denn dort könnten laut Pressemitteilung des Unternehmens sehr gut und effizient durch Nachverdichten „weiße Flecken“ erschlossen werden. Das bedeutet, dass an meist schon bestehende Verteilleitungen über Hausanschlüsse weitere Gebäude angeschlossen werden. Zusätzlich plant BS Energy die Neuerschließung im östlichen und westlichen Ringgebiet, da es dort aufgrund der dichten Bebauung mit vielen Mehrfamilienhäusern sehr gute Voraussetzungen für die Fernwärmeversorgung gebe.

Für die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung setzt BS Energy auf die Kombination verschiedener treibhausgasneutraler Erzeugungsanlagen. Mit der bestehenden Erzeugung im Biomasseheizkraftwerk erreicht BS Energy heute bereits einen Anteil von knapp 35 Prozent erneuerbarer Wärme. Klar sei, dass den gesamten Braunschweiger Wärmebedarf nicht eine erneuerbare Energiequelle oder eine Erzeugungstechnologie wird decken können.

Vielmehr setze das Unternehmen auf die Kombination verschiedener erneuerbarer, dezentraler Erzeugungsanlagen. Welche regenerativen Energiequellen das größte Potenzial für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung bieten und wie diese zukünftig genutzt werden können, untersucht BS Energy derzeit in Studien. Als regenerative Wärmequellen prüft BS Energy, neben Erd- und Flusswasserwärme, auch die Potenziale von Abwasser, Klarwasser und Umgebungsluft.

Fachlicher Austausch in Braunschweig

Die Wärmewende ist eine Mammutaufgabe, die nur gemeinsam mit allen relevanten Partnern in der Stadt gelingen kann. Daher steht BS Energy im intensiven fachlichen Austausch mit der Stadt Braunschweig, um die Weichen für die Löwenstadt zu stellen. „Mit der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Braunschweig und dem Transformationsplan von BS Energy erhalten die Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger erstmals Auskunft darüber, welche treibhausgasneutrale Energiequellen für die Wärmeversorgung in den kommenden Jahren im jeweiligen Stadtgebiet verfügbar sein sollen”, unterstreicht Dr. Volker Lang, Vorstandsmitglied von BS Energy.