Thyssenkrupp erhöht Buchwert der Stahlsparte auf drei Milliarden Euro und übertrifft Gewinnerwartungen. Die Aktie reagiert mit Kursgewinnen.

Höhere Bewertung, pausierte Verkaufsgespräche und ein unerwarteter Gewinnsprung. Bei Thyssenkrupp überschlagen sich die Ereignisse. Der Industriekonzern ordnet seine kriselnde Stahlsparte neu. Anleger reagieren erfreut auf die Halbjahreszahlen. Die Aktie klettert am Mittwoch um 3,72 Prozent auf 10,36 Euro.

Milliarden-Aufwertung für Steel Europe

Das Management sendet ein starkes Signal an den Markt. Thyssenkrupp hebt den Buchwert von Steel Europe deutlich an. Er liegt nun bei rund 3 Milliarden Euro. Im Dezember standen hier noch 2,4 Milliarden Euro in den Büchern. Politische Schutzzölle der EU und erste Sanierungserfolge stützen diese Neubewertung.

Parallel dazu zieht der Vorstand eine Reißleine. Die Verkaufsverhandlungen mit dem indischen Konkurrenten Jindal Steel ruhen. Thyssenkrupp will den Umbau vorerst aus eigener Kraft stemmen. Das langfristige Ziel bleibt aber die Eigenständigkeit der Sparte.

Licht und Schatten in der Bilanz

Operativ liefert das erste Geschäftshalbjahr ein gemischtes Bild. Der Umsatz sank leicht auf 8,4 Milliarden Euro. Niedrigere Stahlpreise und eine schwache Autokonjunktur belasten das Geschäft. Die Folge: Thyssenkrupp senkt die Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Das Management erwartet nun bestenfalls eine Stagnation.

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Ein ganz anderes Bild zeigt der operative Gewinn. Das bereinigte EBIT sprang auf 198 Millionen Euro. Analysten hatten lediglich mit 167 Millionen Euro gerechnet. Ausgerechnet das Stahlgeschäft lieferte hier den größten Beitrag. Auch der Auftragseingang glänzt. Dank Großaufträgen bei Marine Systems stieg er um 32 Prozent.

Teurer Umbau drückt das Jahresergebnis

Indes geht der strukturelle Konzernumbau weiter. Ein wichtiger Schritt steht offenbar kurz bevor. Thyssenkrupp peilt den 1. Juni an, um seine Anteile an den Hüttenwerken Krupp-Mannesmann abzugeben. Käufer soll Salzgitter sein. Damit rückt das Modell einer reinen Finanzholding näher.

Die harte Sanierung fordert jedoch einen hohen Preis. Bis zu 11.000 Stellen fallen in der Stahlsparte künftig weg oder werden ausgelagert. Die Abfindungen belasten die Bilanz massiv. Der Konzern rechnet für das Gesamtjahr mit einem Nettoverlust. Dieser soll zwischen 400 und 800 Millionen Euro liegen.

Finanziell steht Thyssenkrupp den teuren Umbau durch. Die Liquidität liegt bei komfortablen 4,6 Milliarden Euro. Der Markt honoriert den harten Sanierungskurs. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet die Aktie ein Plus von gut 23 Prozent.

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