Huch, was ist denn auf dem Kiez los? Der Kaiserkeller steht plötzlich in der Friedrichstraße und der berühmte Nachtclub „Tabu“ mit dem goldenen Buddha davor ist wieder zum Leben erwacht. Grund für die Zeitreise auf St. Pauli sind die Dreharbeiten für die neue Beatles-Serie: Für das Filmset wird die Reeperbahn der 60er-Jahre nachgebaut.
Auf der Reeperbahn herrscht am Mittwoch reges Treiben: Es wird gebaut und geschraubt, Stative und technisches Gerät werden herangeschafft und ein Greenscreen steht auf dem Hans-Albers-Platz. Vorbereitungen für den Drehstart der neuen Beatles-Serie „Hamburg Days“! Dafür baut das Team um Regisseur Christian Schwochow („The Crown“) die Reeperbahn der 60er-Jahre nach – jene Ära, als auf dem Hamburger Kiez das Herz des internationalen Nachtlebens schlug und die Clubs das Epizentrum der Livemusik waren.
Vom Silbersack über den Hans-Albes-Platz bis zur Davidstraße erstreckt sich das Set für die Serie über die Pilzköpfe: Plötzlich ist der Kaiserkeller zurück in der Friedrichstraße und ein Käfer-Ovalis parkt davor.
Beatles-Serie soll an Originalschauplätzen gedreht werden
Auch das „Tabu“ mit dem goldenen Buddha über dem Eingang und die „Bikini-Striptease-Bar“ erwachen als Filmkulisse wieder zum Leben. Noch haben die Dreharbeiten auf der Reeperbahn nicht angefangen. Sie sollen aber in den kommenden Wochen in Hamburg, München und Liverpool stattfinden, wie die betreuende PR-Agentur Just Publicity mitteilte. Dabei sollen vor allem die Originalschauplätze in der Serie eine Rolle spielen. Die genauen Drehorte waren jedoch bislang nicht bekannt.
Serie spielt auf der Reeperbahn der 60er-Jahre
Die Beatles werden gespielt von: Rhys Mannion (John Lennon), Ellis Murphy (Paul McCartney), Harvey Brett (George Harrison), Patrick Gilmore (Pete Best, Schlagzeuger der Beatles von 1960 bis 1962) und Louis Landau (Stuart Sutcliffe, damals Bassist der Band).
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Die Fernsehserie spielt in den 1960er Jahren in den verrauchten Clubs auf der Reeperbahn und erzählt unter anderem von der Freundschaft der Beatles zur Künstlergruppe um Voormann. Auf dessen Biografie „Warum spielst Du ,Imagine‘ nicht auf dem weißen Klavier, John?“ basiert die Serie. Die damals noch unbekannte Band aus Liverpool war bei ihrer Ankunft in Hamburg noch fünfköpfig – und Ringo Starr hatte sich ihnen noch nicht angeschlossen. (kla)

Ein zeitgenössischer Ovali-Käfer steht schon als Requisite zwischen dem nachgebauten „Kaiser-Keller“ und dem „Bikini“ in der Friedrichstraße.
Die Kulissen-Bildner lassen derzeit unter anderem das „Tabu“ mit dem markanten goldenen Buddha in der Friedrichstraße wieder auferstehen.
Auch in der Querstraße werden fleißig Kulissen angebracht.
Auf dem Hans-Albers-Platz ist ein riesiger Screen aufgebaut worden.