Mit einer Kreuzfahrt erfüllen sich viele Menschen einen Traum, doch bei Krankheiten an Bord kann es schnell unangenehm werden, wie der Hantavirus-Ausbruch auf der „MS Hondius“ gezeigt hat. Auch im französischen Bordeaux ist jetzt ein ganzes Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne gestellt worden – nach dem Tod eines 92 Jahre alten Passagiers und Magen-Darm-Beschwerden bei etwa 50 Passagieren.

Einen Zusammenhang mit dem Hantavirus schlossen die Gesundheitsbehörden am Mittwoch aus. An Bord des Kreuzfahrtschiffes befinden sich mehr als 1.700 Menschen, unter ihnen gut 1.200 überwiegend britische und irische Passagiere.

Möglicherweise verdorbene Lebensmittel als Ursache

Das Schiff „Ambition“ der Reederei Ambassador Cruise Line war am 6. Mai von den Shetlandinseln ausgelaufen und sollte von Bordeaux aus weiter nach Spanien fahren. 

Mediziner seien an Bord der „Ambition“ gegangen, um die Lage zu bewerten und Proben zu nehmen, hieß es. Nach ersten Untersuchungen sind die Erkrankten nicht mit Noroviren infiziert, die sehr ansteckend sind und Durchfall und Erbrechen auslösen. Es würden jedoch noch weitere Untersuchungen gemacht, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Möglicherweise habe es ein Problem mit verdorbenen Lebensmitteln gegeben. 

Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff „Hondius“

Auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ war es während einer Fahrt von Argentinien zu den Kapverden zu einem Hantavirus-Ausbruch gekommen, bei dem drei Passagiere starben, darunter eine Deutsche. Bei zwei von ihnen wurde das Virus nachgewiesen, bei dem dritten Todesopfer gilt eine Hantavirus-Infektion nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich.