Baken stehen hintereinander und symbolisieren eine Straßensperrung

AUDIO: Nachrichten aus dem Studio Kiel 16:30 Uhr – 13.05.2026 (2 Min)

Stand: 13.05.2026 18:41 Uhr

Die auf vier Jahre angelegte Sanierung der B76 kann nicht beschleunigt werden. Die FDP und SPD kritisieren die lange Bauzeit von vier Jahren. Vor dem Wirtschaftsausschuss des Landtags hat Verkehrsstaatssekretärin Henckel erklärt, warum es so lange dauert.

Vier Jahre soll die Sanierung der Bundesstraße 76 nördlich von Plön dauern – zum Ärgernis für Anwohner und Pendler. Nach aktuellem Stand kann dies auch nicht beschleunigt werden. Das sagte Staatssekretärin Susanne Henckel am Mittwoch (13.5) vor dem Wirtschaftsausschuss des Landtags. Zuvor hatte die SPD-Fraktion zwei Kleine Anfragen zu der Baumaßnahme gestellt. Etwa 12.000 Autos fahren täglich auf der B76.

Erneuerung der Fahrbahn in mehreren Bauabschnitten

Die Erneuerung der Fahrbahn der B76 ist dabei in mehrere Bauabschnitte unterteilt. Zurzeit befinde man sich noch im ersten Teilabschnitt. Aktuell werde auf der B76 zwischen Plön und Preetz (beide Kreis Plön) tagsüber im Ein-Schicht-Betrieb gearbeitet, wenn nötig auch von Sonnenaufgang bis -untergang, heißt es vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr. Ein Dreischicht-Betrieb ist laut Staatssekretärin Susanne Henckel aber aus mehreren Gründen nicht möglich.

Hohe Kosten, fehlendes Personal

Zum einen würde die zusätzliche Schichtarbeit mehr Kosten verursachen – wie viel, ist derzeit allerdings noch unklar. Zum anderen können die Baufirmen laut Henckel auf die Schnelle kein zusätzliches Personal organisieren. Der Bund habe erklärt, dass diese Mehrkosten dann das Land tragen müsse.

Stört Baustellenlicht die Fledermäuse?

Dazu komme der Naturschutz: Das Baustellenlicht würde nachts unter anderem Fledermäuse stören. Dem widerspricht allerdings der Kreis Plön. Eine Sprecherin sagte: Artenschutzrechtlich sei Nachtarbeit auch im Winter möglich.

SPD und FDP kritisieren lange Bauzeit

Der SPD-Abgeordnete Niclas Dürbrook sagte, er verstehe aufgrund der langen Bauzeit „jeden Frust in der Region“. Es müsse alles unternommen werden, um die Bauzeit zu verkürzen. „Derzeit zahlen die Autofahrer und Speditionen die Kosten für die anfallenden Umleitungsfahrten.“

Mehr Tempo forderte auch Annabell Krämer (FDP): „Das Land muss nun umgehend der Frage nachgehen, wie die Baustelle beschleunigt werden kann, zum Beispiel durch einen Mehrschichtbetrieb.“ Sollte der Bund die Übernahme der Kosten verweigern, so müsse die Landesregierung im Interesse der Region einspringen.

Sanierung der Strecke bleibt langwierig

An der vierjährigen Bauzeit wird sich laut Henckel erst mal nichts tun. Die Landesregierung gab allerdings Neuigkeiten für die beschädigten Ausweichrouten. Demnach würde der abgesackte Straßenrand auf der B430 bei Plön in den kommenden Wochen repariert werden. Zusätzlich soll die beschädigte und gesperrte Landstraße zwischen Rathjensdorf und Lebrade ab dem Herbst saniert werden.

Autos fahren auf der von einem Verbot für Dieselfahrzeuge betroffenen B76 in Kiel (Aufnahme mit langer Belichtungszeit)

Die Bundesstraße 76 (B76) führt von Schleswig über Eckernförde, Kiel, Plön, Eutin, Scharbeutz nach Travemünde. Nachrichten im Überblick.

Sperrung auf der B76.

Die Arbeiten erfolgen in drei Bauabschnitten. Autofahrer müssen einen langen Umweg fahren. Auch die Busse fahren anders.

Warnleuchten auf einer Straße.

Die weiträumige Umleitung werde nicht eingehalten. Bürgermeister und Anwohner sind besorgt.

Baken stehen hintereinander und symbolisieren eine Straßensperrung

400 Besucher kamen zum Info-Abend zur B76. Die geplante Sperrung ab 2026 wirft viele Fragen zu Umleitung und Verkehr auf.