
Das Westpreußische Landesmuseum lädt am Freitag, 15. Mai 2026, um 18 Uhr zu einem interessanten historischen Vortrag über einen der drei großen geistlichen Ritterorden ein. Unter dem Titel „800 Jahre Goldene Bulle von Rimini – Der Einfluss des Deutschen Ordens im Baltikum“ beleuchtet der Referent Martin Koschny die Geschichte und Wirkung des Deutschen Ordens von seinen Anfängen bis in die Gegenwart.
Im Jahr 1226 stellte Kaiser Friedrich II. dem Deutschen Orden die sogenannte Goldene Bulle von Rimini aus. Mit diesem weitreichenden Privileg erhielt der Orden die rechtliche Grundlage, im Baltikum und insbesondere in Preußen einen eigenen Herrschaftsbereich aufzubauen. Dieses Dokument markiert einen Wendepunkt in der Ordensgeschichte und prägte die Entwicklung Ostmitteleuropas über Jahrhunderte hinweg.
Der Vortrag zeichnet die Geschichte des Deutschen Ordens von seinen Anfängen während der Kreuzzüge über die Errichtung des Ordensstaates in Preußen bis in die Gegenwart nach. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie es dem Orden gelang, im Baltikum eine Machtstellung von europäischer Bedeutung aufzubauen und weshalb diese mit dem Aufstieg der polnisch-litauischen Union allmählich zerfiel. Dabei werden nicht nur politische und militärische Entwicklungen beleuchtet, sondern auch die religiösen Ideale, die wirtschaftliche Bedeutung und das kulturelle Erbe des Ordens.
Wer sich für das Mittelalter, Ritterorden sowie die Geschichte Preußens und des Baltikums interessiert, darf sich auf einen ebenso spannenden wie informativen Abend freuen. Der Vortrag vermittelt auf anschauliche Weise, wie der Deutsche Orden die Geschichte Europas über Jahrhunderte hinweg geprägt hat.
Termin: Freitag, 15. Mai 2026, 18 Uhr
Ort: Westpreußisches Landesmuseum, Warendorf
Eintritt: frei
Das Westpreußische Landesmuseum freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher.
Marienburg – Foto: Stephan Pietsch