Russlands Aussenminister Sergei Lawrow sieht trotz wiederaufgenommener Gespräche zwischen Moskau und Washington keine wesentlichen Fortschritte in den Beziehungen zu den USA. «Viele gute Dinge werden über das enorme Potenzial der Beziehungen zwischen den USA und Russland gesagt, aber in Wirklichkeit passiert nichts», sagte Lawrow am Mittwoch dem Sender RT India.

Sergei Lawrow an einer Medienkonferenz in Moskau
Maxim Shipenkov/EPA/Keystone
Lawrow erklärte, es habe zwar positive Worte über mögliche Kooperationen in den Bereichen Technologie, Energie und anderen Projekten gegeben. Konkrete Ergebnisse seien daraus bislang jedoch nicht entstanden. Gleichzeitig würdigte der russische Aussenminister, dass US-Präsident Donald Trump nach seinem Wahlsieg 2024 den Dialog mit Kremlchef Wladimir Putin wiederaufgenommen habe.
Nach Angaben Lawrows unterscheidet sich der bisherige Austausch mit der Trump-Regierung jedoch kaum von der Politik unter Trumps Vorgänger Joe Biden. «Abgesehen von diesem regulären Dialog, der normal ist in Beziehungen zwischen Menschen und Staaten, folgt alles andere dem Muster, das Präsident Biden eingeleitet hat», sagte er.
Kritisch äusserte sich Lawrow insbesondere zu den weiterhin geltenden Sanktionen gegen Russland. Die unter Biden verhängten Strafmassnahmen seien in Kraft geblieben. Zudem habe die Regierung Trump zusätzliche Initiativen beschlossen, «um Russlands Wirtschaft zu bestrafen», sagte der Minister.
Trump hatte mehrfach angekündigt, den Krieg in der Ukraine beenden zu wollen.