Stand: 13.05.2026 20:13 Uhr
Rund 28 Millionen Euro an Fördergeldern stehen für die Sanierung der Marienburg zur Verfügung. Das Geld reicht nicht, um das komplette Schloss instand zu setzen – zum Stand der Sanierung.
Rund um die Marienburg bei Pattensen (Region Hannover) ist ein Holzzaun gezogen worden. „Zutritt verboten“ steht auf einem Schild. Für einen Rundgang mit Kulturminister Falko Mohrs (SPD) ist am Mittwoch eine Ausnahme gemacht worden. Der Minister informiert sich über den Fortschritt der laufenden Sanierungsarbeiten. Die haben damit begonnen, dass ein Hang und der darüberliegende Laubengang mit großen roten Stützen abgesichert wurden, sagte der Generalplaner des Bauprojektes, Lennart Hellberg, dem NDR Niedersachsen. Zur weiteren Sicherung werde nun noch eine Spritzbetonwand an dem Fels befestigt.
Das Märchenschloss wird eingerüstet und bekommt ein Wetterdach
Im Juni soll die Sanierung des Laubenganges beginnen, gefolgt von der baufälligen Terrasse nebenan und Teilen der Holzkonstruktion im Inneren, so Hellberg. Im kommenden Jahr soll die Marienburg dann für weitere Arbeiten eingerüstet werden und bekommt zum Schutz vor der Witterung ein Wetterdach. Dann geht es an die Sanierung der Außenfassade, der Dächer, Fenster und von Teilen der Innenräume. Im Jahr 2030/2031 soll die Sanierung abgeschlossen sein. Zumindest die Teile, die mit dem jetzigen Budget planbar sind.

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Das Schloss ist für die Öffentlichkeit gesperrt – mit Ausnahmen. So sah es bei den Dreharbeiten zur Serie „Maxton Hall“ aus.
Dauerhafte Öffnung der Marienburg im nächsten Jahr?
Über Pfingsten wird die Marienburg teilweise für ein Festival geöffnet. Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Es gebe Gespräche mit der Region Hannover über weitere Sondergenehmigungen, sagte Mohrs. Besser wäre aber eine verlässliche Öffnung, so der Minister. Genau das will auch Mario Mathias Ohle, Vorstand der Stiftung Schloss Marienburg, erreichen. Sein Ziel ist es, dass Teile des Schlosses im kommenden Jahr dauerhaft öffnen können – parallel zu den Bauarbeiten. Dafür will Ohle eine Genehmigung beim Bauträger, der Region Hannover, beantragen.
Für die „Maxton Hall“-Schauspieler ist die Schule vorbei
Drei Staffeln der Teenie-Serie „Maxton Hall“ wurden auf der Marienburg gedreht. Das Schloss ist dadurch international bekannt geworden. Weitere Dreharbeiten für diese Serie seien nicht geplant, sagt Ohle. Nach der dritten Staffel sei die Schulzeit für die Figuren in der Geschichte schlicht und einfach vorbei. Anders sieht es bei der Kinofilmreihe „Schule der magischen Tiere“ aus. Auch dafür wurde teilweise auf der Marienburg gedreht. In diesem Fall kann sich Ohle durchaus eine Fortsetzung vorstellen.

Eine Öffnung mit begrenzter Besucherzahl sei denkbar. Das Schloss in der Region Hannover war Drehort der Serie „Maxton Hall“.

Das Schloss in der Region Hannover möchte Besuchern mit Zeitslots Zugang zu den Drehorten bieten. Noch ist aber vieles offen.

Der erwartete Ansturm ist laut den Verantwortlichen nicht zu bewältigen. Am ersten Termin war der Drehort überrannt worden.

Das Welfenschloss in Pattensen (Region Hannover) muss saniert werden. Als Filmkulisse ist es aus der Serie „Maxton Hall“ bekannt.