Bei umfangreichen Verkehrskontrollen in Ludwigshafen und Umgebung hat die Polizei zahlreiche Verstöße festgestellt – darunter illegale Fahrzeugumbauten und Straftaten.
Mit umfangreichen Verkehrskontrollen hat die Polizeidirektion Ludwigshafen am Mittwoch, 13. Mai, den Fokus auf technisch unzulässige Veränderungen an Fahrzeugen gelegt.
Im Rahmen des Einsatzes überprüften die Polizeikräfte insgesamt 158 Fahrzeuge. Dabei stellten die Beamten nach Angaben der Polizei insgesamt 93 Verstöße fest, darunter zehn Straftaten.
Besonders häufig ging es um unzulässige technische Veränderungen an Fahrzeugen. In 21 Fällen war durch Umbauten die Betriebserlaubnis der Fahrzeuge erloschen.
Zudem ergaben sich bei zwei Fahrzeugführern Hinweise auf einen möglichen zeitnahen Betäubungsmittelkonsum. Beide Personen mussten eine Blutprobe abgeben. Gegen sie wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Bei einem weiteren kontrollierten Fahrer stellten die Einsatzkräfte fest, dass gegen ihn ein offener Haftbefehl bestand. Der Mann wurde anschließend in die Justizvollzugsanstalt Frankenthal gebracht.
An den Kontrollen beteiligt waren neben Kräften des Polizeipräsidiums Rheinpfalz auch Beamte des Polizeipräsidiums Koblenz sowie des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik.
Polizei unterscheidet zwischen Tunern und Posern
Die Polizei weist darauf hin, dass viele Fahrzeughalter ihre Autos legal und technisch fachgerecht umbauen. Problematisch seien jedoch nicht genehmigte Veränderungen sowie sogenannte Poser-Szenen, bei denen unnötiger Fahrzeuglärm, riskante Fahrweisen oder provozierendes Verhalten im Straßenverkehr im Vordergrund stehen.
Nicht zugelassene Fahrzeugteile oder unsachgemäße Umbauten könnten erhebliche Gefahren verursachen und im schlimmsten Fall zu schweren Verkehrsunfällen führen.
Zudem könne bei erloschener Betriebserlaubnis auch der Versicherungsschutz entfallen.
Die Polizei kündigte an, entsprechende Kontrollen weiterhin regelmäßig durchzuführen. In schwerwiegenden Fällen könne auch die Sicherstellung eines Fahrzeugs erfolgen.
Wer Veränderungen an seinem Fahrzeug plant, sollte sich vorab bei anerkannten Kfz-Prüfstellen beraten lassen. Informationen zu legalem und sicherem Fahrzeugtuning bietet unter anderem die Initiative www.tune-it-safe.de.