Ein Ameisenbefall kann erhebliche Schäden verursachen. Denn die Insekten können Bürgersteige, Mauern und Leitungen unterhöhlen. Erst kürzlich legten Ameisen eine Ampelanlage am Adenauerring lahm. In Karlsruhe wird besonders die Ausbreitung der invasiven Ameisenart Tapinoma magnum mit Sorge betrachtet.
Mit Ameisenbekämpfern und Aufklärung in der Bürgerschaft ist die Stadt bereits gegen die Ameisen vorgegangen. Jetzt soll ein Heißwasserdampfgerät zur Bekämpfung auf städtischen Gebieten eingesetzt werden. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten, musste Karlsruhe bisher darauf verzichten.
Ameisen mit 110 Grad heißem Wasser bekämpft
Inzwischen ist das rund 30.000 Euro teure Gerät seit drei Wochen im Einsatz. Der Tank fasst rund 500 Liter Wasser, zirka 45 Minuten am Stück kann es eingesetzt werden.

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Bekämpfung der invasiven Ameisenart Tapinoma magnum am 13. Mai 2026.
Foto: Franziska Gebhard
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Bekämpfung der invasiven Ameisenart Tapinoma magnum am 13. Mai 2026.
Foto: Franziska Gebhard
Das 110 Grad heiße Wasser wird von den Ameisenbekämpfern gezielt in mit Ameisen befallenen Löchern und Ritzen im Boden gesprüht. Mit einer Lanze können sie rund einen halben Meter tief in den Boden eindringen, um die Tiere auch aus den tieferen Lagen zu schwemmen.

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Mit der Lanze kann der Ameisenbekämpfer tiefer in den Boden eindringen.
Foto: Franziska Gebhard
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Mit der Lanze kann der Ameisenbekämpfer tiefer in den Boden eindringen.
Foto: Franziska Gebhard
Befall mancherorts bereits stark zurückgegangen
Erste Fortschritte seien in den weniger stark befallenen Gebieten wie Grötzingen bereits erkennbar. Das teilt Karen Eßrich, Koordinatorin zur Bekämpfung invasiver Arten, bei einem Pressetermin am 13. Mai mit. „Der Befall ist dort bereits stark zurückgegangen“, sagt sie.

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Karen Eßrich, Koordinatorin zur Bekämpfung invasiver Arten, und Ameisenbekämpfer Richard Blantz beim Pressetermin am 13. Mai 2026.
Foto: Franziska Gebhard
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Karen Eßrich, Koordinatorin zur Bekämpfung invasiver Arten, und Ameisenbekämpfer Richard Blantz beim Pressetermin am 13. Mai 2026.
Foto: Franziska Gebhard
Mit dem Heißwasserdampfgerät werden die Ameisenbekämpfer die befallenen Standorte nun Stück für Stück behandeln. Dabei fangen sie am Rand eines Gebiets an und arbeiten sich nach innen vor.
Stadt gibt Tipps zur Bekämpfung der Ameisen
In den weniger befallenen Gebieten könnten die Ameisen bereits in diesem Jahr ausgerottet werden. „In Neureut ist der Horizont eher zwei bis drei Jahre“, sagt Eßrich. Der Zeithorizont hänge auch davon ab, wie konsequent die Anwohner auf ihren Privatgrundstücken gegen die invasive Art vorgehen. Diese Hinweise gibt die Stadt zur privaten Bekämpfung und zur Prävention:
- Beim Kauf von Pflanzen, diese auf Befall überprüfen
- Befallene Pflanzen mindestens 24 Stunden in Wasser stellen, um Ameisen abzutöten
- Mülltonnen sichern durch Leimringe, Klebebänder oder Kieslegurschichten
- Zugang ins Haus verschließen durch Kieselgur oder Vaseline
- Verdachtsfälle durch Experten prüfen lassen unter der Website: artenkenntnis.info
- Bau mit kochend heißem Wasser (über 80 Grad) mehrmals die Woche bekämpfen
- Schädlingsbekämpfer beauftragen

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Bekämpfung der invasiven Ameisenart Tapinoma magnum am 13. Mai 2026.
Foto: Franziska Gebhard
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Bekämpfung der invasiven Ameisenart Tapinoma magnum am 13. Mai 2026.
Foto: Franziska Gebhard
In Neureut plane die Stadt eine „Ameisen-weg-Woche“ zur Aufklärung der Bürger. Ein Termin dafür stehe bisher nicht fest.
Alles zur Karlsruher Tapinoma magnum Invasion
ka-news hat die wichtigsten Informationen zur Ausbreitung der Tapinoma magnum in Karlsruhe zusammengefasst. Hier erfahren Sie alles, was es über die invasive Ameisenart zu wissen gibt: