Etwas über ein halbes Jahr ist es her, da verließ Julian Weigl Borussia Mönchengladbach. Drei Jahre lang war er Spieler der Fohlen und zuletzt sogar auch der Kapitän der Mannschaft gewesen. Vergangenen Sommer zog es ihn dann allerdings nach Saudi-Arabien.
Dort spielt er seither für Al-Qadsiah an der Seite von Spielern wie Koen Casteels (ehemals Wolfsburg) oder Nacho Fernandez (sechsmaliger Champions-League-Sieger mit Real Madrid). Sportlich wie finanziell läuft es für den Ex-Gladbacher. In einem Interview verrät er nun, weshalb er die Fohlen letztlich verließ.
Weigl verdient nach Gladbach-Abgang 21 Millionen
Julian Weigl war jetzt im „Tomorrow Business Podcast“ von Tom Junkersdorf zu Gast. Dort sprach der Mittelfeldspieler auch offen über die finanzielle Seite des Deals, der ihn im September 2025 nach Saudi-Arabien brachte. „Ich habe einen Top-Vertrag dort unterschrieben“, erklärte er auf Nachfrage des Moderators. Genau Zahlen wollte Weigl nicht bestätigen, doch laut Medienberichten soll er in drei Jahren rund 21 Millionen Euro verdienen – netto!
📌 Julian Weigl
- 2015 holte ihn Borussia Dortmund von 1860 München – der sportliche Durchbruch
- Viereinhalb Jahre spielte er für den BVB gewann dabei auch einen DFB-Pokal
- 2020 wechselte er nach Lissabon, wo er eine Meisterschaft feiern konnte
- 2022 kehrte er zu Gladbach in die Bundesliga zurück
- Im Sommer 2025 wechselte er für acht Millionen Euro nach Saudi-Arabien
„Es ist so, dass das Geld, was in deinem Vertrag steht, dann auch so auf deinem Konto ankommt“, verrät er aber. Steuerabzüge gebe es nicht. Der einzige Grund also, weshalb er Gladbach verließ?
Weigl über schwierige Momente
Nein, auch andere Faktoren spielten laut Weigl eine Rolle. In Saudi-Arabien mache ihm seine Leidenschaft Fußball endlich wieder richtig Spaß. Das letzte Jahr bei der Borussia sei „sehr anstrengend“ und „mental nicht einfach“ gewesen. Als Kapitän habe er versucht, im Verein viel umzusetzen und zum Beispiel am „Mindset“ des Klubs zu arbeiten. „Ich wollte mit dem Verein wachsen und helfen, mit meiner Erfahrung, Dinge zu verändern“, so Weigl.
Alles in allem sei dies aber schwierig gewesen. Gladbach sei ein toller Verein mit tollen Fans und gutem Umfeld. Doch nach Weigls Einschätzung ist der Erfolgsgedanke bei den Fohlen in den letzten Jahren etwas eingeschlafen. Andersherum habe er als Kapitän in Interviews immer Verantwortung übernehmen müssen und sei dabei nicht von den Vereinsbossen geschützt worden. „Ich habe sehr viel abbekommen letztes Jahr, […] das hat mir irgendwann schon sehr zugesetzt“, so Weigl.
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Letztlich sei sein Wechsel aber dadurch zustande gekommen, dass zwischen ihm und Gladbach unterschiedliche Auffassungen über die Zukunft des Klubs herrschten. Weigl hätte gerne ein Gerüst aus erfahrenen Spielern gehabt, um mit dem Verein auch wieder nach Europa zu kommen. Weil die Meinungen aber zu unterschiedlich waren, habe er sich letztlich dazu entschieden, die Kapitänsbinde abzugeben und sich auf dem Markt umzuschauen.
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Bei Al-Qadsiah spielt neben Julian Weigl auch Koen Casteels, der zuvor für den VfL Wolfsburg aktiv war. Zudem ist Nacho Fernandez, ein sechsmaliger Champions-League-Sieger mit Real Madrid, Teil des Teams. Diese namhaften Spieler ergänzen den Kader von Al-Qadsiah und tragen zur Attraktivität des Vereins in der Saudi Professional League bei.