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Uns auf Google folgenDer Evakuierungsbereich rund um den Bombenfund in Wiesbaden-Erbenheim.Der Evakuierungsbereich rund um den Bombenfund in Wiesbaden-Erbenheim. © Stadt Wiesbaden

In Wiesbaden ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Wegen der Sprengung mussten Bahnstrecken und Autobahnen gesperrt werden.

Wiesbaden – Update, 12.41 Uhr: Der Kampfmittelräumdienst hat die Weltkriegsbombe gegen 12.15 Uhr in Wiesbaden-Erbenheim erfolgreich entschärft. Darüber berichtete die Stadt Wiesbaden. Die Evakuierung sei somit beendet, das Sperrgebiet dürfe wieder betreten werden.

Anwohnerinnen und Anwohner dürfen in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Straßensperrungen werden aufgehoben. Auch die A66 zwischen Erbenheim und Nordenstadt ist wieder befahrbar, heißt es weiter. Und: Der Busverkehr wird so schnell wie möglich wieder den gewohnten Betrieb aufnehmen.

Weltkriegsbombe in Wiesbaden entdeckt – weiträumige Sperrungen

Update von Mittwoch, 13. Mai, 7.29 Uhr: Für 11 Uhr ist heute die Sprengung einer Weltkriegsbombe in Wiesbaden-Erbenheim geplant. Der 500 Kilogramm schwere Blindgänger amerikanischer Herkunft wurde gestern bei Straßenbaumaßnahmen nahe der Lucius D. Clay Kaserne an der B455 entdeckt (siehe Erstmeldung).

Eine Karte des Evakuierungsbereiches sowie aktuelle Informationen stehen unter wiesbaden.de/krisenfall zur Verfügung. Betroffene Personen können außerdem ein Bürgertelefon unter (0611) 318080 anrufen, wie die Stadt am Morgen in einer Pressemitteilung informiert.

Bombenfund nahe Kaserne in Wiesbaden legt Verkehr auf Straße und Schiene lahm – die FotosBei Sondierungsarbeiten für einen Straßenbau an der Zufahrt von der B455 zur Lucius D. Clay Kaserne in Wiesbaden-Erbenheim ist eine 500 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe entdeckt worden. Rund 50 Anwohnerinnen und Anwohner sind betroffen und müssen den Sperrbereich verlassen. Weitaus größere Auswirkungen hat die Sperrung der A66 zwischen Erbenheim und Nordenstadt – täglich passieren laut Bundesanstalt für Straßenwesen rund 94.000 Autos und 5600 Lkw diesen Abschnitt. Auch die B455 und die Bahntrasse Wiesbaden-Köln sind gesperrt.Fotostrecke ansehen

Demnach ist am Mittwochvormittag mit Behinderungen im Straßenverkehr zu rechnen, insbesondere auf der A66. Die Autobahn wird nach Angaben der Stadt zwischen Erbenheim und Nordenstadt ab 10.30 Uhr bis zum Ende der Maßnahme gesperrt. Die Zufahrt von der B455 zur Lucius D. Clay Kaserne und zur Domäne Mechtildshausen ist ebenfalls ab 10.30 Uhr bis zum Ende der Maßnahme nicht mehr möglich. Alle weiteren Straßen sowie Feldwege im Evakuierungsbereich werden ab 9 Uhr gesperrt.

Einschränkungen im Wiesbadener Busverkehr – Sprengung von Weltkriegsbombe

Im gesamten Raum Erbenheim kann es während der Maßnahme zu Verspätungen im Liniennetz von ESWE Verkehr kommen. Busse werden umgeleitet, umfahren das Gebiet spätestens ab 9.30 Uhr bis zum Ende der Maßnahme und lassen Erbenheim weitgehend aus. Folgende Fahrtwege sind wie folgt geplant:

Linie 28: Normaler Fahrtweg bis zur Haltestelle Berliner Straße, dann rechts in den Siegfriedring bis zur Mainzer Straße, anschließend links in die Mainzer Straße über die A671 bis Kastel und weiter zum normalen Fahrtweg.

Linien 46 sowie 48: Fahrtweg analog der Linie 15 über Nordenstadt.

Nach dem Fund der 500-Kilo-Weltkriegsbombe am Dienstagnachmittag, 12. Mai, wurde sie gesichert. Außerdem berief die Stadt einen Krisenstab ein. Dieser tagte laut Mitteilung erstmals am frühen Dienstagabend und koordiniert die Entschärfung der Bombe. Landes- und Stadtpolizei informierten am Dienstagabend die etwas mehr als fünfzig Personen, die in dem Evakuierungsgebiet wohnen, über die Evakuierung. Die Einsatzkräfte klingelten an Haustüren und machten Lautsprecherdurchsagen.

Wie lange die Entschärfung oder kontrollierte Sprengung von Weltkriegsbomben dauert, lässt sich nicht pauschal beantworten, so die Stadt. Das hänge von zahlreichen Faktoren ab: Neben Herkunft, der Bauart und Zündsystem spielten Gegebenheiten vor Ort eine Rolle.

500-Kilo-Bombe in Wiesbaden-Erbenheim entdeckt

Erstmeldung von Dienstag, 12. Mai, 20.58 Uhr: In Wiesbaden-Erbenheim ist am Dienstagnachmittag (12. Mai) eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Darüber berichtete die Landeshauptstadt Wiesbaden in einer Pressemitteilung. Der 500 Kilogramm schwere Blindgänger amerikanischer Herkunft kam bei Voruntersuchungen für geplante Straßenbaumaßnahmen nahe der Zufahrt zur Lucius D. Clay Kaserne an der B455 zum Vorschein.

Weltkriegsbombe in Erbenheim: Entschärfung für Mittwoch angesetzt

Der Kampfmittelräumdienst plant die Entschärfung oder alternativ eine kontrollierte Sprengung für Mittwoch, den 13. Mai, um 11 Uhr. Die Bombe ist laut Mitteilung bereits gesichert und wird bewacht. Ordnungsamt, Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen sowie der Kampfmittelräumdienst sind vor Ort im Einsatz.

Rund um den Fundort muss ein Radius von etwa 700 Metern evakuiert werden. Anwohnerinnen und Anwohner sind aufgefordert, das betroffene Gebiet bis spätestens Mittwoch, 9 Uhr, eigenständig zu verlassen – ob zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem eigenen Wagen. Rund 50 Menschen sind von der Räumung betroffen, heißt es in der Pressemitteilung.

A66, B455 und Bahnstrecke Wiesbaden–Köln betroffen

Die Sperrzone hat auch erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr. Unter anderem wird die A66 zwischen den Anschlussstellen Erbenheim und Nordenstadt ab 10.30 Uhr gesperrt. Ebenso betroffen sind die B455 sowie die Bahntrasse zwischen Wiesbaden und Köln. Darüber hinaus werden sämtliche Straßen und Feldwege innerhalb des Evakuierungsbereichs für den Durchgangsverkehr geschlossen. Am Mittwochvormittag müssen Pendler laut Mitteilung mit deutlichen Behinderungen rechnen, vor allem auf der A66.

Auch der öffentliche Nahverkehr bleibt nicht verschont: Im Busverkehr kommt es zu geringfügigen Einschränkungen. Nähere Details dazu stellt ESWE Verkehr auf der eigenen Internetseite unter www.eswe-verkehr.de bereit, wie die Stadt mitteilte.

Bürgertelefon geschaltet – Notruf nicht für Fragen zur Evakuierung nutzen

Eine Übersichtskarte des betroffenen Gebiets können Bürgerinnen und Bürger unter wiesbaden.de/krisenfall einsehen. Wer nicht bei Verwandten, Freunden oder Bekannten außerhalb der Sperrzone unterkommen kann, findet Aufnahme in einer Betreuungsstelle der Johanniter Rettungswache an der Wiesbadener Landstraße 80–82 in Amöneburg.

Die Stadt bittet ausdrücklich darum, bei Rückfragen zur Evakuierung nicht die Notrufnummern 112 oder 110 anzurufen. Stattdessen steht ein eigens eingerichtetes Bürgertelefon unter der Nummer (0611) 318080 zur Verfügung. Dieses ist am Dienstag, 12. Mai, von 20.45 bis 24 Uhr erreichbar sowie am Mittwoch, 13. Mai, ab 7 Uhr bis zum Abschluss der Evakuierungsmaßnahmen. Weitere Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen hält die Stadt unter wiesbaden.de/krisenfall bereit.