Das Drehkreuz London-Heathrow landet sogar weltweit auf Platz 2, gefolgt von Los Angeles und nur noch getoppt durch Dubai. Und das, obwohl es auf anderen Flughäfen durchaus mehr Betrieb gibt, zum Beispiel in Atlanta oder Chicago. Und so liegt auch Frankfurt mit seinen Flugbewegungen weltweit nur auf Platz 20, gemessen an den CO₂-Emissionen aber auf Platz acht.
Emissionen in der Luftfahrt: Vor allem die Langstrecke macht’s
„Vor allem Langstreckenflüge fallen sehr stark ins Gewicht. Sie machen nur einen kleinen Teil aller Flüge aus, weniger als zehn Prozent, verursachen aber ungefähr vierzig Prozent der Emissionen“, erklärt Kunkel. „Das heißt, ein Flughafen mit wenigen Langstreckenflügen kann am Ende klimaschädlicher sein als ein Flughafen mit vielen Kurzstreckenflügen.“
Gerade die langen, interkontinentalen Flüge finden in Deutschland vor allem aus Frankfurt statt, im landesweiten Vergleich verursacht aber auch München hohe CO₂-Emissionen, sowie die Flughäfen Köln-Bonn und Leipzig-Halle, in denen es jeweils ein großes Frachtaufkommen gibt. Leipzig-Halle spielt zwar für den Passagierverkehr eine untergeordnete Rolle, ist aber ein Frachtdrehkreuz von internationalem Rang. Weltweit liegt es bei den CO₂-Emissionen durch Luftfracht auf Platz 8. Zudem soll der Airport ausgebaut werden, um künftig weitere Kapazitäten zu schaffen. Ein Vorhaben, gegen das es auch Kritik gibt, besonders hinsichtlich der Lärmemissionen.
Flughäfen sind nicht nur passive Infrastruktur, sie bestimmen mit, wie stark der Luftverkehr weiter wächst.
Alexander Kunkel
Transport & Environment
Flughäfen dienen der regionalen Wirtschaft