Gleicher Name, anderer Job

Das wünscht Sarah Engels Sarah Engels für den ESC

  • Philip Buchen

14.05.2026 – 07:23 UhrLesedauer: 2 Min.

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Zwei Sarah Engels‘ (Montage): Eine lebt in Düsseldorf, die andere in Hürth. (Quelle: Bistum Essen/imago-Montage/t-online)

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Wenig bleibt einem im Leben so treu wie der eigene Name. Aber was, wenn man so heißt wie ein ESC-Star? Ein Anruf bei Sarah Engels in Düsseldorf.

Wenn Sarah Engels in diesen Tagen ihren Namen googelt, erscheint dort wieder einmal eine andere. Die 41-jährige Düsseldorferin teilt ihren Namen nämlich mit der deutschen ESC-Kandidatin. Nun, da die Kölner Sängerin beim Eurovision Song Contest in Wien mit „Fire“ für Deutschland antritt, ist Sarah Engels jedoch so sehr im Gespräch wie nur selten.

„Aus Datenschutzgründen ist das eigentlich total schick“, sagt die Lokalpolitikerin mit einem Schmunzeln. Wer nach ihr suche, stoße zunächst immer auf die Sängerin – ihre eigene Auffindbarkeit im Netz sei dadurch lange überschaubar geblieben. Auch Fan-Anfragen auf Facebook habe sie in den letzten Jahren schon bekommen, adressiert an die falsche Sarah Engels. Und als sie einmal als Tanzlehrerin einen Jugendkurs übernahm und ihr Chef sie vorstellte, habe das Publikum sofort begeistert reagiert.

Vom Saarland ging es für Sarah Engels nach Düsseldorf

Die Namensbase der Sängerin, so wohl die weibliche Version des Namensvetters, ist gebürtige Saarländerin, hat nach ihrem Studium in der Pfalz und bei Stuttgart gelebt und wohnt seit drei Jahren mit ihrem Mann in Düsseldorf. Beruflich arbeitet die Düsseldorfer Sarah Engels nicht auf der Bühne, sondern in der kirchlichen Verwaltung.

Politisch ist sie seit Februar 2023 bei Volt in der Kommunalpolitik unterwegs. In Düsseldorf engagierte sie sich zuletzt als sogenannter „City Lead“, gleichbedeutend mit einer Ortsverbandsvorsitzenden bei anderen Parteien.

Sarah Engels im Düsseldorfer Kommunalwahlkampf (Archivfoto): Sie wünscht ihrer kölschen Namensbase alles Gute für den ESC.Vergrößern des BildesSarah Engels im Düsseldorfer Kommunalwahlkampf (Archivfoto): Sie wünscht ihrer kölschen Namensbase alles Gute für den ESC. (Quelle: privat)

Bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr verpasste Engels den Einzug in die Bezirksvertretung 9 knapp – um nur fünf Stimmen bei 90.000 Einwohnern im Stadtbezirk. „So ein knappes Ausscheiden wünsche ich Sarah Engels beim ESC jetzt nicht“, sagte Engels in dieser Woche zur Lokalredaktion von t-online.

Beim Eurovision Song Contest will die Düsseldorferin am Samstagabend einschalten – um ihre Namensbase zu unterstützen, aber auch weil Engels im ESC ein „europäisches Fest“ sieht.

Und dabei sieht Sarah Engels für Sarah Engels auch gute Chancen: Den deutschen Teilnehmer-Song „Fire“ findet Sarah Engels nämlich „ziemlich groovig“, auf eine konkrete Platzierungsprognose will sie aber verzichten.

Nur „möglichst weit oben“ soll Sarah Engels doch bitte schon landen, meint sie.