Sie ist inzwischen die wohl prominenteste Ulmerin: Alina Meissner-Bebrout, Inhaberin eines mit Michelin-Stern ausgezeichneten Restaurants in Ulm und Dauergast in Kochsendungen wie Küchenschlacht, The Taste, Star Kitchen Tim Raue isst oder Hensslers Dreamteam.

Jetzt zieht die 36-Jährige mit ihrem Sterne-Restaurant Bibraud um – aus der Büchsengasse, wo alles 2014 in einer ehemaligen Metzgerei begann, hinein in das historische Bäumle direkt am Ulmer Münster.

Alina Meissner-Bebrout und Tim Ostertag.

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Alina Meissner-Bebrout und Tim Ostertag.
Foto: Jan Düfelsiek

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Alina Meissner-Bebrout und Tim Ostertag.
Foto: Jan Düfelsiek

Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner verwandelt die Ulmer Sterneköchin das Traditionshaus in das Hotel „Maison Meissner“, ein 15-Zimmer-„Designhotel“ mit dem Bibraud als kulinarischem Herzstück. Eröffnung: Sommer 2026. Die Edda Brasserie bleibt unverändert an ihrem bisherigen Standort. Hier gibt es, wie Tim Raue in einer Fernsendung ausführlich darstellte, die angeblich besten Maultaschen Deutschlands.

„Wir wachsen in die Räume, die uns vorschweben“

Alina Meissner-Bebrout, Inhaberin Restaurant Bibraud, „Maison Meissner“

„Ich freue mich wahnsinnig auf das, was da kommt“, wird Alina Meissner-Bebrout zitiert. „Zwölf Jahre Büchsengasse waren wunderschön – aber wir sind irgendwann an die Grenzen dessen gestoßen, was an diesem Standort möglich ist“, wird sie in einer Mitteilung zitiert. Mit dem Maison Meissner bekomme das Paar endlich den Rahmen, den sie sich immer gewünscht hätten. Mit mehr Platz in der Küche, einer Bar, an der man auch mal nur auf zwei Gänge und ein Glas Wein vorbeikommen kann – und einem Hotel, das alles zusammenhalte.

Das Bäumle in Ulm bekommt ein neues Leben.

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Das Bäumle in Ulm bekommt ein neues Leben.
Foto: Oliver Helmstädter

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Das Bäumle in Ulm bekommt ein neues Leben.
Foto: Oliver Helmstädter

Das ehemalige Hotel Bäumle, ein Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, steht unter Denkmalschutz und liegt direkt am Ulmer Münster in der Kohlgasse. Aus dem Traditionshaus wird unter der Hand von Alina und Steffen Meissner ein 15-Zimmer-Hotel mit „eigener Handschrift“. Das Bibraud zieht als Sterne-Restaurant mit ein und bekommt dort, was es in der Büchsengasse nie hatte: eine Küche ohne Platznot und eigene Räume für die Vorbereitung – und ein à-la-carte-Angebot neben dem Menü.

Der Stern des Bibraud in Ulm muss neu erkocht werden

Michelin-Sterne sind in Deutschland an die Adresse gebunden, nicht an die Person. Heißt: Das bibraud muss seinen 2023 erkochten Stern an der neuen Adresse also formell neu erarbeiten. Für Alina Meissner-Bebrout „kein Drama, sondern ein vertrautes Spielfeld“.

„Den Stern haben wir uns einmal erarbeitet, dann tun wir das eben ein zweites Mal“, sagt Meissner-Bebrout. „Was uns ausmacht, hängt ja nicht an den Wänden. Das hängt am Team, an unserer Haltung zum Produkt, an dem, was wir auf den Teller bringen. Und das nehmen wir alles mit.“

Frenchtoast mit Tatar, bibraud-Klassiker und ein bisschen Ulmer Bäumle

Mit dem neuen à-la-carte-Konzept öffnet sich laut Mitteilung „kulinarisch ein neuer Raum“. Es wird Bar-Food geben – darunter der Bibraud-Liebling: Frenchtoast mit Tatar als Gruß aus der Küche, („Amuse-gueule“). Auf der Karte stehen Klassiker aus zwölf Jahren Bibraud neben Gerichten, die Alina Meissner-Bebrout gerade erst neu für den Ort entwickelt.

Und: Auch das traditionsreiche Bäumle bekommt seinen Platz auf dem Teller. „Wir haben so viele Gerichte, die unsere Gäste über die Jahre liebgewonnen haben – und ein paar Klassiker müssen einfach mit. Aber wir blättern auch in der Geschichte des Hauses. Im alten Bäumle gab es Gerichte, die völlig in Vergessenheit geraten sind. Einige davon legen wir neu auf – mit unserer Handschrift.“ Wer das Bibraud kennt, werde Vertrautes wiederfinden – wer zum ersten Mal kommt, lerne es auf der Bar in kleinen Bissen kennen.

Erstmals à la carte – Bibraud, ein Ort, an dem vieles möglich ist

Eine der größten Neuerungen: Neben dem Menü-Konzept wird es im neuen Bibraud laut Mitteilung zum ersten Mal auch ein à-la-carte-Angebot geben. Das neue „Maison Meissner“ wird damit zu einem Ort, an dem viele Anlässe Platz finden – vom kurzen Stopp an der Bar bis zum großen Menü.

„Was uns am Maison Meissner so reizt, ist die Vielfalt, die in diesem Haus möglich wird“, sagt Meissner-Bebrout. „Man kann auf einen Aperitif vorbeikommen, sich auf zwei Gänge à la carte setzen, das große Menü mit Weinbegleitung machen – oder direkt im Hotel übernachten. Alles unter einem Dach. Das ist genau der Ort, den wir uns immer gewünscht haben.“

Das Team zieht komplett mit: Die im September 2025 etablierte Doppelspitze in der Küche bleibt bestehen: Alina Meissner-Bebrout und Tim Ostertag (30) führen das Bibraud auch im „Maison Meissner“.

Gemeinsam. Sommelier und Weinakademiker Holger Baier verantwortet den neuen Weinkeller. Das gesamte Serviceteam zieht mit in den neuen Standort.

Die Edda Brasserie bleibt, wo sie ist: Während das Bibraud umzieht, bleibt die Edda Brasserie unverändert an ihrem bisherigen Standort. Das Hotel „Maison Meissner“ und das neue Bibraud eröffnen im Sommer 2026. Die Verleihung der Michelin-Sterne für Deutschland findet am 23. Juni diesen Jahres in Frankfurt statt.