Es ist das sechste und voraussichtlich letzte Mal: Der Nördlinger Otto Troll ist einer von acht Künstlerinnen und Künstlern, die sich am Skulpturenpfad im Rahmen der Aktion „Blühendes Neresheim“ beteiligen. Sie sorgt in der Härtsfeldmetropole bis in den August hinein für eine herrliche Blumenpracht, während im Stadtgarten der Skulpturenpfad seit Anbeginn vor sechs Jahren eine der Attraktionen ist. Heuer ist er dem Thema Europa gewidmet.

Seit damals ist auch Troll dabei. Diesmal ist er mit drei Kunstwerken vertreten. „Kopf hoch, Europa!“ nennt er eine Skulptur, die Europa als Vielvölkerstaat mit einer Fülle von Stämmen und Ethnien zeigt. Stellvertretend dafür stehen drei Köpfe, die Germanen, Romanen und Slawen symbolisieren. „Kopf hoch Europa“ ruft laut dem Künstler auf zu Zuversicht, Zutrauen, sich vereinen, stark machen, gemeinsam handeln und den selbst ernannten Herrschern der Krisenwelt die Stirn zu bieten. „Der Friede ist brüchig“ wie ein alter Apfelbaum – darum geht es bei der zweiten Skulptur, die dritte zeigt den „kleinen Hofnarr“, der Licht und Farbe in den Alltag bringt, gute Laune verbreitet und von ansteckender Fröhlichkeit ist.

Ebenfalls mit drei Skulpturen vertreten ist in Neresheim die gebürtige Nördlingerin Martha Gottaschalk, die in der Opferpfalz lebt. Ihre Themen sind der Europa-Stier nach einem alten Mythos, das blühende Europa und Torii, der traditionell am Eingang zu einem japanischen Shinto Schrein steht.