Belgiens Verbraucherschutzminister Beenders reagiert: „Europäisches Meldesystem versagt“
Der belgische Verbraucherschutzminister Rob Beenders (Vooruit, flämische Sozialisten, Foto unten) ist der Ansicht, dass Safety Gate, das europäische Meldesystem für Produktrückrufe, nicht ordnungsgemäß funktioniert. Zu diesem Schluss kommt Beenders nach der „Pano“-Sendung.
„Deutschland entschied, dass das Problem nicht schwerwiegend genug sei, um es im Meldesystem zu erfassen. Das muss sich ändern. Selbst das geringste Risiko im Zusammenhang mit einem Produkt muss im System erfasst werden, damit jede Regierung in jedem europäischen Land weiß, was vor sich geht und was zu tun ist. Ich glaube, dass es in diesem Fall tatsächlich versagt hat,“ sagte der Verbraucherschutzminister gegenüber VRT NWS.
aut Beenders will Belgien eine Vorreiterrolle bei der Verbesserung von Safety Gate übernehmen: „Ich habe mich bereits mehrmals mit dem zuständigen EU-Kommissar beraten, da es eine Reihe weiterer Produkte gab, bei denen Mängel auftraten und keine Meldung eingereicht wurde. Diese Verbesserung muss dringend beschleunigt werden. Es geht um die Sicherheit der Menschen.“
Darüber hinaus möchte der Minister sich so schnell wie möglich mit dem Autohersteller BMW treffen, um zu erfahren, warum der Rückruf so lange dauert: „Die bloße Vorstellung, dass man nur wenige Sekunden Zeit hat, ein brennendes Auto mit einem Baby auf dem Rücksitz zu verlassen, ist für mich absurd. Es kann doch nicht so schwierig sein, die Fahrzeughalter zu kontaktieren und sicherzustellen, dass sie in die Werkstatt fahren.“