Es ist die drängendste Frage beim 1. FC Köln: Wer steht nächste Saison als Trainer an der Seitenlinie? Vor dem abschließenden Bundesliga-Spiel bei den Bayern gibt es allerdings noch keine Antwort darauf.
Denn anders als vor dem Heidenheim-Spiel von René Wagner angekündigt, fiel unter der Woche noch keine Entscheidung in der wichtigsten Personalie.
„Ich gebe zu, da habe ich selbst vielleicht ein bisschen spekuliert“
Da hatte der Coach noch selbstbewusst gesagt: „Vielleicht wissen wir morgen mehr.“ Doch damit lag er falsch, wie er jetzt offen zugab. „Ich gebe zu, da habe ich selbst vielleicht ein bisschen spekuliert“, sagte Wagner ehrlich.
Schon kurz nach dem Spiel fing Thomas Kessler die Aussage ein, sagte im TV-Interview, dass er am Montag „keinen Termin mit Wagner im Kalender habe“.
Und an diesem Status quo hat sich die Woche über nichts geändert. „Ich habe noch nichts gehört“, sagt Wagner: „Ich hoffe, dass aus Spekulation ein Feedback wird. Denn was meine Zukunft angeht, habe ich das noch nicht bekommen.“ Wagner wartet auf Kessler-Ansage!
Denn eine Entscheidung ist noch nicht gefallen – und selbst wenn, dann weiß der Protagonist noch nichts davon. Es wird also, wie prognostiziert, darauf ankommen, wie man sich in München präsentiert.
Nach dem Debakel gegen Heidenheim erwarten nicht nur die Fans, sondern auch die Gremien eine Reaktion in München. Auch für die Gesamt-Bilanz von Wagner: Denn bei einer Niederlage würde er mit leidglich 6 Punkten von 21 möglichen bereits mit einer gewaltigen Hypothek in die neue Saison gehen.
Auf die Frage, wie er selbst seine Chancen sieht, sagte er Donnerstag: „Ich kann es super schwer einschätzen, außer, dass wir die Aufgabe erfüllt haben, die wir gestellt bekommen haben. Wir erfahren es wohl nach dem Bayern-Spiel, wie es weitergeht. Ich möchte bis dahin ruhig bleiben. Wenn es so kommt, freue ich mich über das Vertrauen im Verein.“
Und wenn nicht, ist es für ihn dann denkbar, zurück in die Co-Trainer-Rolle zu schlüpfen? „Denkbar ist alles“, sagte Wagner und führte aus: Wenn ich das weiß, mache ich mir darüber Gedanken.“ Jetzt sei der falsche Zeitpunkt, vor allem, weil er am Samstag alles in seiner Macht stehende tun wird, um seinen Traum vom Cheftrainer-Amt zu erfüllen.