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Die deutschen Top-Talente Hannes Steinbach (20) und Christian Anderson (20) sind diese Woche in Chicago. Und präsentieren sich dort vor dem NBA-Draft (23./24. Juni) beim sogenannten „Combine“ ein letztes Mal den Vertretern der 30 Klubs. Eingeladen war auch Jack Kayil (20) von Alba Berlin. Doch der Aufbauspieler verzichtete auf die Reise. Mit gutem Grund: Denn ab Sonntag (18.30 Uhr, Dyn) spielt er mit den Berlinern im Viertelfinale der Easycredit Basketball Bundesliga gegen Rasta Vechta.

Fest steht allerdings: Es wird die Abschieds-Tournee des Jung-Nationalspielers bei Alba! Ursprünglich wollte die Leihgabe der serbischen Talentschmiede KK Mega kommende Saison ans College in die USA wechseln. Kayil war sich schon mit der Gonzaga University in Spokane (Washington) einig. Doch dann meldete er sich nach Rücksprache mit seinen Beratern überraschend für den NBA-Draft an.
Viele Experten erwarteten jedoch, dass er die Anmeldung nur benutzen würde, um seinen Marktwert und seine Chance auszuloten. Und sich dann kurz vor dem Termin wieder von der Liste streichen zu lassen …
Es ist eine Überraschung: Draft-Entscheidung bei Jack Kayil von Alba Berlin gefallen
Doch dem ist nicht so! Seine Agenten Milan Nikolic und Kevin Bradbury bestätigten gegenüber dem Portal „Draft Express“, dass Kayil auf der Liste bleiben wird. Das ist insofern überraschend, als die Experten den Berliner in ihren Vorhersagen nur als Kandidaten für die hinteren Plätze der zweiten Runde sehen. In der angesehenen Mock-Draft-Liste von ESPN steht Kayil beispielsweise bislang nur auf Position 49. Auf der Liste zu bleiben, ist darum auf den ersten Blick ein Risiko – denn ein Spieler kann nur einmal am Draft teilnehmen. Wird er dabei nicht gezogen, muss er sein Glück später als „Free Agent“ versuchen.
Laut Draft Express habe Kayil jedoch die Rückmeldung bekommen, dass es glaubhaftes Interesse von NBA-Klubs gäbe, ihn in der ersten Runde zu verpflichten …
Kaylis Zukunft ist offen. Dafür hat Alba Berlin bei einem anderen Leistungsträger Klarheit geschaffen. Rechtzeitig vor den Play-offs wurde der Vertrag mit Kapitän Jonas Mattiseck (26) bis 2028 verlängert. Das Eigengewächs ist seit 2016 im Klub. Sportdirektor Himar Ojeda (53): „Trotz seines jungen Alters hat er bereits enorm viel Erfahrung gesammelt. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in seiner Rolle als Kapitän wider, die er exzellent ausfüllt. Jonas geht jeden Tag mit Leistung, Haltung und Einsatzbereitschaft voran – auf und neben dem Feld.“