– Im Tierheim Nürnberg warten mehrere Hunde auf ein neues Zuhause. So auch die drei Jahre alte Sky. Sie hat vor allem mit einer Angst zu kämpfen. Und es gibt noch eine weitere Hürde.

Tierbesitzerinnen und -besitzer kennen es vor allem von der Silvesternacht: Das ängstliche Zittern und die Panik in den Augen ihrer geliebten Vierbeiner. Aber auch unterm Jahr finden immer wieder Feuerwerke statt. Und damit nicht genug: Es gibt auch andere Schussgeräusche, beispielsweise durch Schiessvereine, die in den Tieren eine Todesangst auslösen können. Einen solchen gibt es ganz in der Nähe vom Nürnberger Tierheim, was einer der dort lebenden Hündinnen besonders zu schaffen macht.

Das Tierheim Nürnberg stellt die junge Hündin in einem Posting auf Social Media vor. Demnach hat Sky „ganz große Angst vor der Schiesserei“, die in dem Verein wöchentlich stattfindet. Auch, wenn die junge Hündin laufen liebt und mehrmals in der Woche früh morgens mit ihrer Lieblingspflegerin joggen geht, will sie dann vor lauter Angst nicht einmal mit ihren Bezugspersonen Gassi gehen, sondern sich nur verkriechen.

Neben dem Joggen liebt Sky auch das Schwimmen. Was für Sky aber noch schöner wäre, als vom Tierheim aus mit jemandem Joggen zu gehen, wäre, wenn sie das von ihrem eigenen Zuhause aus machen könnte. Genau das suchen die Verantwortlichen aus dem Tierheim für die Hündin. Sie ist drei Jahre alt, kastriert und ein Pitbull Mix. Sky ist – sobald sie eine Verbindung zu einer Person aufgebaut hat – sehr verschmust und verspielt, braucht bei fremden Menschen aber erst einmal Zeit. In diesem Zusammenhang merkt das Tierheim aber auch an, dass Sky an einen Maulkorb gewöhnt ist und diesen kennt.

Andere Hunde sind grundsätzlich kein Problem – Tierheim gibt wichtigen Hinweise

Auch mit größeren Rüden kommt sie klar, ebenso mit Hündinnen. Allerdings – wie es auch bei uns Menschen sein kann – entscheidet im Einzelfall die Sympathie. Das Tierheim sucht nach einem Zuhause, in dem hundeerfahrene Menschen leben. Sollte zudem ein weiterer Hund dort leben, so sollte man in der Lage sein, die Hunde zu beruhigen, da Sky dazu neigt „hochzudrehen“. Für ein potenzielles neues Zuhause auch wichtig zu wissen: Sky fährt gerne im Auto und kann auch gut alleine sein. Zu Silvester sollten neue Halterinnen und Halter bereit sein, mit der jungen Hündin wegzufahren, um die Böllerei zu umgehen und dem Tier eine Todesangst zu nehmen.

Laut Angaben des Tierheims ist Sky eine Hündin der Kategorie 1, weshalb sie nicht in Bayern vermittelt werden kann. Es wird also ein Zuhause außerhalb des Freistaates gesucht. Für eine potenziell sportliche aktive Familie, in der die sportliche Sky ein neues Zuhause finden kann ist auch wichtig zu wissen, dass sie einen Jagdtrieb hat. Seit Monaten wird nun auf eine passende Anfrage für Sky gewartet. „Wo sind die Menschen außerhalb Bayerns die ihr ein Zuhause geben so dass sie ihre Angst endlich ablegen und zur Ruhe kommen kann“, endet der Aufruf auf Social Media.