Von Bauchspeicheldrüse bis Prostata – acht Organkrebszentren des Alfried-Krupp-Krankenhauses wurden bereits von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) ausgezeichnet. Nun freut sich das Krankenhaus über die übergeordnete DKG-Zertifizierung als Onkologisches Zentrum. „Patientinnen und Patienten können damit die bestmögliche Tumorbehandlung erwarten – von der Medizin über Pflege und Beratung bis hin zur Nachsorge“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Krupp-Krankenhaus sieht sich als Ansprechpartner für fast jede Tumorerkrankung
Leiter des Onkologischen Zentrums ist der Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Prof. Dr. Marco Niedergethmann. Er bewirbt das Krupp-Krankenhaus als wichtige Adresse für Krebspatienten: „Für fast jede Tumorerkrankung finden Patienten und zuweisende Arztpraxen bei uns einen zentralen Ansprechpartner.“

Das Krupp-Krankenhaus ist als Onkologisches Zentrum zertifiziert worden. Das Bild zeigt (v.l.n.r.): Prof. Dr. Burkhard Hennemann (Zentrum für Hämatologische Neoplasien), Priv.-Doz. Dr. David Fistera (Überregionales Lungenkrebszentrum), Yasemin Tahsim-Oglou (Ärztliche Koordinatorin Onkologisches Zentrum), Dr. Winfried Hohenhorst (Kopf-Hals-Tumorzentrum), Priv.-Doz. Dr. Stephan Buse (Prostatakrebs- und Nierenkrebszentrum), Dr. Britta Pförtner (Kopf-Hals-Tumorzentrum), Prof. Dr. Marco Niedergethmann (Leiter Onkologisches Zentrum) und Prof. Dr. Dr. Florian Ebner (Neuroonkologisches Zentrum).
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Das Krankenhaus biete zum einen die Primärtherapien, also Chirurgie, medikamentöse Therapie und Strahlentherapie. Daneben fänden die Patientinnen und Patienten im Onkologischen Zentrum die gesamte Bandbreite unterstützender Angebote wie Psychoonkologie, onkologische Pflegeberatung, Palliativmedizin, Schmerztherapie, Sozialdienst, Seelsorge, Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie.
Diese Organkrebszentren gehören zum Onkologischen Zentrum:
- Kopf-Hals-Tumorzentrum (z.B. Kehlkopfkrebs)
- Neuroonkologisches Zentrum (z.B. Hirntumore)
- Zentrum für Hämatologische Neoplasien (z.B. Leukämie)
- Überregionales Lungenkrebszentrum
- Uroonkologisches Zentrum
- Nierenkrebszentrum
- Prostatakrebszentrum
- Viszeralonkologisches Zentrum
- Darmkrebszentrum
- Pankreaskrebszentrum
Bei vielen Tumorerkrankungen komme es zu Überschneidungen der zuständigen Fachbereiche, zum Beispiel, wenn sich Metastasen in anderen Organen bilden, erklärt Prof. Niedergethmann. „Durch die sehr gute Vernetzung unserer Fachdisziplinen müssen Patienten zur Weiterbehandlung nicht das Krankenhaus wechseln.“ Das erspare den Patienten und ihren Angehörigen zusätzlichen organisatorischen Stress. „Die strukturierten Abläufe und die reibungslose Kommunikation im Zentrum sorgen darüber hinaus für einen schnellen Zugang zu Therapien und für mehr Patientensicherheit“, verspricht der Chefarzt.
Diese Vorteile lassen sich auch durch vergleichende Studien (Deutsches Ärzteblatt 39/2023) belegen, sagt Niedergethmann. So hätten Tumorpatienten in zertifizierten Krebszentren eine insgesamt bessere Gesamtprognose und weniger Komplikationen als in nichtzertifizierten Kliniken.