Das Grünflächenamt hat das Projekt „Unsere Stadt bewegt – Spiel- und Aktionsflächen für morgen“ abgeschlossen. Die Ergebnisse sowie die daraus abgeleiteten Empfehlungen wurden dem Magistrat vorgelegt und beschlossen.

Damit liegt erstmals eine vollständige Bestandsaufnahme aller städtischen Spiel- und Aktionsflächen vor.

Umfassende Analyse im gesamten Stadtgebiet

Für die Untersuchung wurden alle 171 öffentlichen Spiel- und Aktionsflächen in den 26 Stadtteilen erfasst und bewertet. Neben der Anzahl der Angebote wurde auch deren Qualität sowie das jeweilige Umfeld berücksichtigt.

Die Analyse zeigt deutliche Unterschiede im Versorgungsgrad: Während einige Stadtteile gut ausgestattet sind, bestehen vor allem in dicht bebauten Quartieren erhebliche Entwicklungsbedarfe.

Bedeutung für Bewegung und Begegnung

„Spiel- und Aktionsflächen sind wichtige Orte für Bewegung, Begegnung und das soziale Miteinander“, betont Bürgermeisterin und Grünflächendezernentin Christiane Hinninger (Bündnis 90/Die Grünen). Sie verweist darauf, dass der Bericht eine transparente Grundlage für die Weiterentwicklung der Flächen schafft.

Dazu zählen zusätzliche Spielpunkte in innerstädtischen Bereichen, qualitative Verbesserungen bestehender Anlagen sowie inklusive und generationenübergreifende Angebote. Ein Schwerpunkt liegt zudem auf klimaangepassten Lösungen wie Entsiegelung, Baumpflanzungen und Regenwasserversickerung.

Planungsinstrument für zukünftige Schritte

Auch Grünflächenamtsleiterin Gabriele Wolter unterstreicht die Bedeutung der Untersuchung: „Es ist eine der wichtigsten Aufgaben des Grünflächenamtes, vor allem für die Kinder und Jugendlichen in Wiesbaden genügend, im Angebot überzeugende, klimaangepasste und ökologisch hochwertige Spiel- und Aktionsflächen zu erhalten und neue zu schaffen, wo der Bedarf am größten ist.

Die vorgelegte Untersuchung gilt dem Grünflächenamt als wichtiges Planungsinstrument und gibt den Orientierungsrahmen für die Priorisierung, Unterhaltung und schrittweise Weiterentwicklung der Spiel- und Aktionsflächen im gesamten Stadtgebiet.“

Bewertung nach einheitlichem System

In Wiesbaden leben rund 300.000 Menschen, darunter etwa 42.000 Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren. Die städtischen Spiel- und Aktionsflächen umfassen insgesamt 524.960 Quadratmeter. Die Bewertung erfolgte nach einem standardisierten Verfahren, das auch in anderen Städten Anwendung findet.

Alle Flächen wurden nach dem Schulnotensystem beurteilt. Der Gesamtdurchschnitt von 2,66 zeigt eine solide Ausgangslage, macht aber zugleich deutlich, dass gezielte Verbesserungen notwendig bleiben.

Stärken und Schwächen im Überblick

Die Analyse hebt zahlreiche gelungene Neugestaltungen und ökologisch wertvolle Anlagen hervor. Gleichzeitig werden Defizite klar benannt:

Unterversorgung in einigen Quartieren, fehlende Rückzugsorte, Verbesserungsbedarf bei Barrierearmut und Inklusion sowie Herausforderungen im Bereich Klimaanpassung und Beschattung.

Grundlage für zukünftige Entwicklungen

Die Gesamtbetrachtung des Grünflächenamts dient als strategische Basis für weitere Planungen im Bereich der klimaangepassten Freiraumentwicklung.

Sie unterstützt ämterübergreifende Projekte und bildet die Grundlage für die Priorisierung und Weiterentwicklung der Spiel- und Aktionsflächen im gesamten Stadtgebiet von Wiesbaden.

Beteiligung der Öffentlichkeit

Konkrete Maßnahmen werden schrittweise umgesetzt und weiterhin unter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger sowie der jeweiligen Nutzergruppen geplant.

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