Schon am Vortag hatte Russland mit mehr als 800 eingesetzten Drohnen eine der schwersten und am längsten anhaltenden Attacken auf die Ukraine seit Kriegsbeginn geführt. Die Angriffe folgten kurz nach einer dreitägigen Waffenruhe rund um einen Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und einer Militärparade auf dem Roten Platz. Eine von Kiew vorgeschlagene Verlängerung der Feuerpause lehnte Moskau ab. Selenskyj kritisiert immer wieder den russischen Beschuss ziviler Ziele und fordert mehr Druck auf Moskau.
Merz kontert Putin: „Entscheiden selbst, wer für uns spricht“
Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Bereitschaft Europas bekräftigt, an einer Beendigung des Ukraine-Kriegs mitzuwirken. Gleichzeitig äußerte er bei der Verleihung des Karlspreises in Aachen aber Zweifel daran, dass Russland zu Gesprächen bereit ist. „Die Angriffe der letzten Nacht sprechen eine andere Sprache“, sagte er. „Gesprächsbereitschaft erfordert Gesprächsbereitschaft auf beiden Seiten.“
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Merz betonte auch, dass die Europäer sich keine Vermittler vorschreiben lassen würden. „Wir Europäer entscheiden selbst, wer für uns spricht, niemand anders“, sagte er. Zuvor hatte Kremlchef Putin Altkanzler Gerhard Schröder als Vermittler ins Gespräch gebracht. „Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen“, so Putin. Die beiden sind bis heute befreundet, auch wenn Schröder sich von dem Angriff auf die Ukraine distanziert hat.
Die russischen Streitkräfte haben die Ukraine wenige Tage nach einer kurzzeitigen Waffenruhe mit einem der längsten Luftangriffe in mehr als vier Jahren Krieg überzogen. In der Nacht wurde erneut Luftalarm im ganzen Land ausgelöst. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gab es seit Mittwoch 1.560 Drohnenangriffe.
„Das ist einfach der Wahnsinn“: Jetzt stinkt es bis nach Moskau
Eine Großstadt versinkt im Gestank und Unrat, 200.000 Menschen kämpfen um Wasser. Doch die Behörden in Russland bleiben tatenlos. Dabei hatte sich die Katastrophe seit Langem angekündigt. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Russland beschießt Ukraine massiv mit Raketen und Drohnen
Wenige Tage nach einer kurzzeitigen Waffenruhe hat Russland die Ukraine mit einem der längsten Luftangriffe in mehr als vier Jahren Krieg überzogen. In der Nacht wurde erneut Luftalarm im ganzen Land ausgelöst, ukrainischen Medienberichten zufolge warnte das Militär vor anfliegenden Drohnen und ballistischen Raketen. Mehr zu den Angriffen lesen Sie hier.
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