(magi) Maike Winkels wirkte etwas geknickt. Angesprochen auf die Bilanz zum Finaltag im Fußball-Kreispokal, konnte man der Abteilungsleiterin im Mädchenfußball der DJK Tusa 06 lediglich ein „es geht so“ entlocken. Dabei setzte der Nachwuchs aus Flehe am Vatertag die Akzente auf der Platzanlage des Lohausener SV.
Im Finale der D-Juniorinnen behielt Tusa gegen den Gastgeber in einem dramatischen Endspiel mit 2:1 nach Elfmeterschießen die Oberhand. Und auch bei den B-Juniorinnen führte kein Weg vorbei an Tusa. Gegen den ewigen Rivalen CfR Links musste ebenfalls das Elfmeterschießen herhalten. Hier setzte sich der von Lars Röchter trainierte Niederrheinligist mit 4:1 durch. Das perfekte Tusa-Juniorinnen-Wochenende verhinderte die Fortuna. Und darin genau lag das „Problem“ von Maike Winkels.
Schließlich ist sie auch Trainerin von Tusas C-Juniorinnen, die der Fortuna im Finale trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung mit 4:6 – natürlich im Elfmeterschießen – unterlagen. „Das tut natürlich weh, zumal wir ein gutes Spiel gemacht haben“, konstatierte Winkels nach der Partie, die mit Treffern von Paulina Leibold und Luisa Oliveira so vielversprechend begonnen hatte. „Am Ende wurde der Druck leider zu groß“, sagte Winkels, deren Schützlinge auch im Verbandspokal schon mit 1:2 gegen den Stadtrivalen den Kürzeren gezogen hatten.
Auch wenn es in Lohausen am Ende „nur“ zwei von drei möglichen Titeln für Tusa gab, setzte der Klub von der Fleher Straße eine Duftmarke. Zumindest im Stadtgebiet ist Tusa im Mädchenfußball trotz der Probleme im älteren Jugendbereich weiter eine Marke. Das ist eine gute Basis, um sich in Konkurrenz zu einer auf der Überholspur befindlichen Fortuna weiterhin aussichtsreich zu positionieren. Entscheidend wird nun sein, dass die Verantwortlichen in Flehe Konzepte entwickeln, um die zweifellos vorhandenen Talente weiter an den Verein zu binden. Denn die Konkurrenz besteht nicht nur aus der Fortuna. In Zeiten, in denen viele Profiklubs ihre Bemühungen verstärken, im Mädchen- und Frauenfußball aufzuholen, muss auch der Blick nach Dortmund oder Duisburg gerichtet werden.