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Uns auf Google folgen
Seit der Eröffnung von Terminal 3 am Flughafen Frankfurt besteht die Möglichkeit, sich direkt über Google Maps zum RMV-Ticket navigieren zu lassen. © Ronald Wittek/EPA
Route planen, Ticket kaufen, losfahren: Am Flughafen Frankfurt macht der RMV den ÖPNV-Einstieg so einfach wie nie.
Frankfurt – Fremde Stadt, unbekanntes Tarifsystem, keine Ahnung, wo es hingehen soll – so fühlen sich viele Reisende nach der Landung in Frankfurt. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) will das nun ändern: Wer aktuell am Flughafen Frankfurt landet, kann sich direkt über Google Maps zum Nahverkehrsticket navigieren lassen. Das teilt der Verkehrsverbund in einer Mitteilung mit.
Wer in Google Maps seine Verbindung in die Innenstadt plant, bekommt künftig direkt in der Routenbeschreibung vorgeschlagen, ein Ticket zu kaufen und auf dem Smartphone zu speichern. Das sogenannte „Airport-to-City-Ticket“ des RMV ist damit in die Navigations-App integriert. iPhone-Nutzer erreichen das Angebot laut RMV außerdem über einen am Flughafen beworbenen QR-Code sowie über Anzeigen in der Google-Suche.
Flughafen Frankfurt to City ohne RMV-App
Auf der RMV-Vertriebsseite können Fahrgäste Tageskarten erwerben und in ihrer digitalen Wallet speichern – ganz ohne Installation der eigentlichen Nahverkehrs-App. Bezahlen ist per Apple Pay, Google Pay oder PayPal möglich. Der Service ist auf Deutsch und Englisch verfügbar. Das Versprechen laut einer Mitteilung der Verkehrsgesellschaft bei LinkedIn: In unter 20 Sekunden könnten Reisende per Smartphone ihr Tichet ganz ohne App oder Registrierung erwerben.
Um das System einfach zu halten, umfasst das Airport-to-City-Ticket ausschließlich Tages- und Gruppentageskarten. Die Fahrkarten gelten im gesamten Tarifgebiet Frankfurt sowie Frankfurt Flughafen – also etwa auch für Fahrten vom Airport zur Messe oder ans Museumsufer. „Viele internationale Reisende kennen unsere App RMVgo nicht. Deshalb bieten wir das Ticket auch über Google Maps und als webbasierte Wallet-Lösung an. So kommt jeder einfach, digital und bequem an sein Ticket“, kommentiert RMV-Geschäftsführer Knut Ringat den Schritt.
Einjährige Testphase – Ausweitung möglich
Das Angebot ist zunächst als Pilotprojekt gestartet. In dieser Zeit sammelt der RMV nach eigenen Angaben Erfahrungen zur Nutzungshäufigkeit und Zielgruppe. Nach Abschluss der einjährigen Testphase soll die Funktion 2027 bewertet werden – bei positivem Ergebnis ist eine Ausweitung auf weitere Fahrtziele denkbar. „Das Projekt ist eine Blaupause für zukünftige, einfache Ticketlösungen – etwa für Events oder Kombiangebote“, schreibt der RMV auf LinkedIn.
Blick ins neue Terminal 3 – Futuristischer Neubau am Flughafen Frankfurt in Bildern
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Mit der Eröffnung des neuen Terminal 3 am Frankfurter Flughafen startete auch der neue Vertriebskanal, so ein Führungsverantwortlicher beim RMV via LinkedIn. Entstanden ist das Angebot ihm zufolge in enger Zusammenarbeit mit der Tochtergesellschaft rms GmbH. Den technischen Unterbau liefert die webbasierte Lösung Ride Ticketing des Düsseldorfer Unternehmens Digital H.
Ein ähnliches Konzept hat Ride eigenen Angaben zufolge beispielsweise beim Kölner Karneval 2026 umgesetzt: In Hotels und an Haltestellen in Köln und Umgebung hingen Plakate mit QR-Codes, die direkt in einen Web-Ticket-Shop führten und den unkomplizierten Kauf von ÖPNV-Tickets während der „fünften Jahreszeit“ ermöglichten.