Keine Sorge, die große Kolonne mit Blaulicht-Fahrzeugen hat nichts mit einem Unglück zu tun: Die Rettungskräfte üben am Samstag, 16. Mai, das gemeinsame Fahren. Los geht‘s ab 7 Uhr auf dem Messeparkplatz Augsburg. Gegen 13 Uhr sollen die Fahrzeuge in Schwabmünchen eingetroffen sein.
Rund 60 Fahrzeuge von Bayerischem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe und Landkreisfeuerwehren bewegen sich in drei Gruppen durch die Region. Mit Behinderungen ist auf der B17 zu rechnen, da geschlossene Verbände die linke Spur benutzen und dazu zwei Spurwechsel durchführen müssen. Generell kann es auf allen Straßen in den Landkreisen Augsburg-Land, Aichach-Friedberg, Dillingen und Günzburg zu kurzfristigen Behinderungen kommen.
Der Hintergrund des so genannten Kfz-Marsches ist, dass die Teilnehmer das Fahren in einem geschlossenen Verband lernen sollen. In Bayern findet diese spezialisierte Ausbildung einmal im Jahr unter Federführung des Rot-Kreuz-Kreisverbands Augsburg-Land im Landkreis Augsburg statt. Auch für andere Verkehrsteilnehmer hat die Übung eine Bedeutung.
Achtung Autofahrer: Was sie wissen müssen
Ein geschlossener Verband gilt als ein Fahrzeug. Das heißt: Wenn sich der Kolonnenführer noch bei grünem Licht über eine Ampel bewegt, die Lichtzeichenanlage dann jedoch auf Gelb und schließlich Rot springt,dann darf sich die Kolonne weiter fortbewegen und muss nicht anhalten. Das bedeutet: „Begegnet Ihnen ein geschlossener Verband, befahren Sie eine Kreuzung nur unter äußerster Vorsicht“, teilt das BRK mit
Große Hilfe schnell über weite Strecken verlegen
Diese Formationsfahrten kommen immer wieder vor. Beispiele aus jüngerer Vergangenheit sind die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021, das Hochwasser im Bereich Deggendorf 2013, die Flutkatastrophe im Oderbruch und nicht zuletzt die Hochwasserkatastrophe im Landkreis Augsburg im Jahr 2024. Sie zeigen, wie wichtig es ist, große Hilfe schnell über über weite Strecken zu verlegen.