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Dynamo Dresden vor dem Zitter-Finale am Sonntag gegen Holstein Kiel um den Zweitliga-Verbleib! Für Lukas Boeder (29) hätte das letzte Spiel nach zwei Jahren bei der SGD sein können, da laut dem in der Branche wichtigen Portal „transfermarkt.de“ sein Arbeitspapier auslaufen sollte. Als BILD ihn darauf ansprach, gab es aber eine überraschende Antwort …
„Das ist falsch. Ich habe noch Vertrag“, entgegnete der Abwehrmann, der in der Rückrunde seinen Stammplatz verloren hatte. Ein Abschied scheint auch erstmal nicht angedacht.
„Natürlich hatte ich weniger Spielzeit, aber trotzdem das Gefühl, dass ich der Mannschaft vieles geben kann. Das heißt allgemein, also im Trainingsalltag und allem Möglichen“, meint Boeder. „Ein paar Einwechslungen hatte ich ja, dennoch sucht man nach mehr Spielminuten. Man möchte mehr zeigen, was man kann. Dementsprechend sind es gemischte Gefühle. Mit dem Team bin ich zufrieden, weil wir den Klassenerhalt vor Augen haben.“

Lukas Boeder stand in Braunschweig erst das zweite Mal in der Rückrunde in der Startelf und sogar zum ersten Mal seit dem Hinspiel in Kiel in der Abwehrzentrale
Foto: Darius Simka
Der Innenverteidiger kann dazu wohl auch am Sonntag einen Teil beitragen. Bei Julian Pauli (20/muskuläre Probeme) und Thomas Keller (26/Kopfverletzung nach Zusammenprall im Braunschweig-Spiel) wirkt ein Einsatz noch nicht gesichert. Nur Friedrich Müller (20/krank) dürfte rechtzeitig fit sein.
Die vielen Defensivumstellungen kommen zur Unzeit. Boeder: „Es ist wahrscheinlich nicht optimal, aber auch kein Riesending. Wir spielen alle schon ein paar Tage zusammen und trainieren ja immer gemeinsam. Ein eingespieltes Duo ist natürlich angenehmer, aber trotzdem kannst du Spiele gewinnen.“
Boeder: „Wir wollen Urlaub haben“
Der gebürtige Essener denkt sogar einen Schritt weiter: „Ich muss und werde jederzeit bereit sein. Wir wollen unseren wohlverdienten Urlaub haben, deshalb ist Sonntag der letzte Tanz.“
Aus eigener Kraft würde ein Sieg reichen, bei einem Remis gibt es nur eine sehr unwahrscheinliche Konstellation, in der Relegation nachsitzen zu müssen. Denn dafür müssten alle Konkurrenten aus Braunschweig, Düsseldorf und Bielefeld gewinnen und die Arminia dabei auch noch einen Kantersieg mit vier Toren Abstand gegen Hertha BSC Berlin einfahren.

Kann Dynamo Dresden am Sonntag den Klassenerhalt im eigenen Stadion feiern?
Foto: Robert Michael/dpa
Will Boeder die Zwischenergebnisse auf dem Feld wissen? „Ob das hilfreich sein kann, weiß ich nicht genau. Wir sollten erstmal ans Maximale rankommen, dann wären wir unabhängig. Das wäre vom Kopf auch einfacher.“
Klappt es nicht mit einer klaren Nummer für Dynamo Dresden, wäre in der Schlussphase der Blick auf die Stände in den anderen Stadien aber mit Sicherheit wichtig. Boeder: „Der Fokus liegt auf uns, damit wir unseren Job erledigen. Wir wollen einfach die drei Punkte aufs Konto kriegen und konzentrieren uns mit Vollgas auf Kiel.“
Für den Blondschopf ist es persönlich auch die Chance, seine zweite Halbserie mit einer starken Leistung und der Klassenerhalts-Party abzuhaken. „Grundsätzlich habe ich versucht, es positiv wegzustecken und mich nicht auf das Negative zu konzentrieren. Dann einfach bereit zu sein, wenn ich gebraucht werde. Die Rolle, die ich bekomme, anzunehmen. Leider war es dann die ganze Rückrunde so“, sagt Boeder. „Wenn man dann Vertrag hat in der Situation, kann man in der nächsten Saison wieder angreifen.“ Und zwar am besten in der 2. Liga …