Xpeng verhandelt mit Volkswagen über die Nutzung oder den Kauf von Werken in Europa, um die Expansion zu beschleunigen.
Der chinesische Elektroautohersteller Xpeng treibt seine Europa-Strategie voran. Konzernchefs bestätigten Gespräche mit Volkswagen und weiteren großen Autobauern – es geht um die Übernahme oder Mitnutzung von Produktionsstätten in Europa. Die Aktie reagierte verhalten: Sie fiel am Donnerstag um 2,24 Prozent auf 13,96 Euro und notiert damit nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief.
Kapazitätsgrenze erreicht
Derzeit lässt Xpeng seine Fahrzeuge bei Magna Steyr im österreichischen Graz montieren. Doch die Produktion stößt dort an ihre Grenzen. Auf dem „Future of the Car“-Gipfel in London bestätigte Elvis Cheng, Managing Director für Nordosteuropa, dass das Unternehmen aktiv nach einem Standort für eine eigene europäische Fertigung sucht.
Die Gespräche drehen sich um zwei Optionen: die Nutzung freier Kapazitäten in VW-Werken oder den Kauf einer bestehenden Fabrik. VW hält bereits rund fünf Prozent an Xpeng. Allerdings, so Cheng, sei auch ein kompletter Neubau im Rennen – viele bestehende Anlagen entsprächen nicht den technischen Anforderungen an die neueste Smart-Car-Architektur.
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Finanzielle Belastung sorgt für Skepsis
Anleger wägen die strategischen Vorteile gegen die Kosten ab. Der Aufbau oder Erwerb eigener Produktionskapazitäten in Europa verschlingt Milliarden – in einer Phase, in der der chinesische Heimatmarkt von einem erbitterten Preiskampf geprägt ist und die Margen drückt. Analysten warnen vor einem höheren Cash-Burn während der Expansionsphase.
Hinzu kommt die hohe Volatilität: Die annualisierte 30-Tage-Schwankungsbreite der Aktie liegt bei 56 Prozent. Der RSI von 72 signaliert kurzfristig eine überkaufte Lage – trotz eines Kursrückgangs von rund 20 Prozent seit Jahresbeginn.
Mona-Serie als Testballon
Parallel zur Werksuche startet Xpeng die europäische Einführung der Mona-Baureihe. Der SUV Mona L03 soll im Juli auf den Markt kommen. Das Modell ist für den Erfolg in Europa entscheidend: Lokale Fertigung würde hohe Importzölle und Logistikkosten senken. Mittelfristig will Xpeng mehr als die Hälfte seines Umsatzes mit internationalen Verkäufen erzielen.
Klarheit über die finanzielle Schlagkraft könnte bald kommen. Ende Mai legt das Unternehmen die Quartalszahlen für Q1 2026 vor. Sie werden zeigen, ob die Bilanz den teuren Europa-Einstieg ohne weitere Kapitalverwässerung verkraftet.
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