Bei der Premiere des neuen „Art:walk“-Festivals werden an mehr als 70 Kulturorten besondere Aktionen angeboten – mit insgesamt rund 180 Veranstaltungen. Der städtische Nachfolger der Nacht der Museen setzt jedoch nicht nur auf das altbewährte Konzept der langen Museumsnacht, sondern hat dieses um einen Tag und mehrere Aktionen erweitert. So wird es nach der Museumsnacht am Samstag, 13. Juni, den Tag der Bühnen am Sonntag, 14. Juni, geben. Und auch auf den Wegen zwischen den Kulturorten wird es Mitmachaktionen für die Besucher geben.

Das Programm solle nicht nur die Düsseldorfer ansprechen, sondern auch Menschen von außerhalb. „Es gibt zwei Tage lang ein volles Programm in Düsseldorf, da lohnt es sich, das ganze Wochenende in der Stadt zu verbringen“, sagt Miriam Koch, Beigeordnete für Kultur und Integration. Die Kooperation mit allen Beteiligten des neuen Festivals gehe weit über das hinaus, was es in den vergangenen Jahren zur Nacht der Museen gegeben hat.

An beiden Tagen ist den Besuchern selbst überlassen, welche Orte sie besuchen und erleben möchten. Manche Einrichtungen haben nur Samstag geöffnet, andere am Sonntag. Es gibt jedoch auch einige Kulturorte, die an beiden Tagen ihre Türen öffnen. Wer sich bei der Tour inspirieren lassen möchte, kann sich an einem der Vorschläge der Veranstalter orientieren. So wurden Touren für Kunstentdecker, Stadtromantiker, Familien und junge Entdecker sowie Live-Enthusiasten zusammengestellt. Detaillierte Informationen wurden zusammengetragen und sind auf der Internetseite der Veranstaltung verfügbar. In den Touren sind sowohl die empfohlenen Stopps als auch die Laufwege oder Haltestellen aufgelistet. Einige Kulturorte werden ihre Türen bei der Museumsnacht wieder bis in die Nacht geöffnet haben.

Bereits einen Monat vor der Premiere des Festivals nannten die Veranstalter einige Highlights des Programms. Das Haus der Parlamentsgeschichte in der Villa Horion öffnet auf besondere Art für alle seine Türen: Die Besucher können zur Museumsnacht am 13. Juni die Ausstellung individuell entdecken. Regulär ist das ausschließlich mit vorheriger Anmeldung bei Führungen möglich. Neben kleinen Konzerten im Garten der Villa Horion wird es auch zwei Poetry-Slams geben.

Die als Straße der Romantik und Revolution bekannte Bilker Straße wird zum „Art:walk“-Festival zur autofreien Zone. Auf einer Bühne wird es dann Live-Podcasts, Konzerte und weitere Installationen geben. Zur Museumsnacht wechseln sich im Palais Wittgenstein, Heine-Institut und Schumann-Haus Formate wie Live-Hörspiele, Lesungen, Quizformate und literarische Experimente ab. Unter anderem ein Heine-Speed-Dating und eine Nachtführung wird es geben. Am Tag der Bühnen, 14. Juni, lädt das Forum Freies Theater (FFT) zu einem „Daytime-Rave“ auf dem Vorplatz des KAP1 ein. Außerdem gibt es einige weitere Aktionen für kleine und große Besucher.

Über das Programm der Museumsnacht und des Tages der Bühnen hinaus werden sich öffentliche Plätze und Straßen im Stadtgebiet in Konzertorte, Begegnungsräume und Tanzflächen verwandeln. So soll es auch auf den Wegen zwischen den einzelnen Stationen unter anderem Straßenfeste, Livemusik und Improvisationstheater geben. Zu weiteren Aktionen im öffentlichen Raum gehören beispielsweise ein Auftritt der Big Band der Clara-Schumann-Musikschule auf der Bühne des Musikpavillons im Hofgarten, die XXL-Ausgabe des Pitch Palace vom Theatermuseum mit einem Sing-Along von Liedern der Backstreet Boys oder die Silent Disco im Ehrenhof.

Eine Neuheit des Festivals betrifft die Fortbewegung zwischen den Kulturorten. Während bei der Nacht der Museen mit dem Ticket nur die Shuttlebusse kostenfrei genutzt werden konnten, die die einzelnen Locations verbinden, gelten die Tickets für die neue Veranstaltung als Fahrkarte für den ÖPNV. Am Samstag werden aber auch bei dem neuen Festival Oldiebahnen und Shuttlebusse zum Einsatz kommen, die die Einrichtungen verbinden und kostenfrei mit dem Ticket genutzt werden können.

Das Ticket für die Veranstaltung ist für beide Tage gültig, ein einzelnes Ticket für einen der beiden Tage gibt es nicht. Die Eintrittskarte kostet regulär 25 Euro, ermäßigt gibt es sie für 15 oder 20 Euro. Darin enthalten sind die Eintritte zu allen Museen, Bühnen, Kulturorten und die Fahrkarte.