430 Interviews mit Überlebenden, die bezeugen, wie Frauen die Genitalien abgeschnitten, wie Leichen geschändet wurden und wie die Täter dabei die Opfer verhöhnten. Dazu forensische Beweise und mehr als 10.000 Fotos und Videos, die meisten davon von den Tätern selbst aufgenommen und online gestellt, um die Welt daran teilhaben zu lassen, wie sie erniedrigten, folterten, vergewaltigten und sich selbst dafür wie Helden feierten.

Auf knapp 300 Seiten belegt ein Anfang dieser Woche veröffentlichter Bericht einer unabhängigen Kommission, wie die Hamas sexualisierte Gewalt systematisch als Kriegswaffe nutzte, als sie Israel am 7. Oktober 2023 überfiel, mehr als 1.200 Menschen tötete und mindestens 240 nach Gaza verschleppte. Die Forschenden haben dabei 13 »wiederkehrende Muster sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt« identifiziert, wie es in dem Bericht heißt. »Die Wiederholung dieser Muster zeigt, dass es sich bei den Verbrechen nicht um vereinzelte Gewalttaten handelte, sondern dass sie Teil einer umfassenderen Vorgehensweise waren.«