Nach der Insolvenz des Reinoldus Rettungsdienstes wird eine Fläche in Bergkamen augenscheinlich verkauft. Die Wirtschaftsförderung könnte eine Rolle spielen.
Es waren große Pläne, die der Reinoldus Rettungsdienst einst für eine Fläche an der Gewerbestraße in Rünthe kundgetan hatte: Eine neue Zentrale sollte dort entstehen. Der Standort in Bergkamen sei als Mitte des Kreises Unna nahezu ideal dafür, hatte es damals an vielen Stellen geheißen. Der Neubau sollte Fahrzeughallen, Personalräume und Schulungsstätten umfassen.
Doch aus all diesen Plänen wird augenscheinlich nichts. Der Rettungsdienst ist insolvent – und sein Eigentümer Peter Schroeter, der die Fläche in Rünthe als Privatperson gekauft hatte, will sie nun wieder verkaufen. Dem Vernehmen nach soll es Gespräche mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG) des Kreises Unna über einen Ankauf des Geländes geben.
So hatte sich die Reinoldus gGmbH ihren neuen Hauptsitz an der Gewerbestraße in Rünthe vorgestellt.© Reinoldus gGmbH
„Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna mbH äußert sich grundsätzlich nicht zu Vertragsverhandlungen mit Grundstückseigentümern“, heißt es von der WfG aus Unna. Schroeter war nicht zu erreichen. Erst vergangene Woche hatte Bürgermeister Thomas Heinzel vermelden können, dass das Nachbargrundstück von Reinoldus an das Unternehmen Koopmann aus Kamen verkauft wurde.
Sollte tatsächlich die WfG die für Reinoldus gedachte Fläche an der Gewerbestraße kaufen, dann hätte die öffentliche Hand wieder Zugriff auf ein Gelände, was der Wirtschaftsförderung am Standort Bergkamen dienen könnte. Denn: Einzelne kleine Parzellen in dem Bereich gehören auch der Stadt Bergkamen, erklärte Bürgermeister Thomas Heinzel. Aber die könne damit alleine nicht viel anfangen.


