Initiative von Pro Musik
Offener Brief gegen Ticketwucher: Toten Hosen machen Druck
Aktualisiert am 14.05.2026 – 18:30 UhrLesedauer: 1 Min.
Campino von den Toten Hosen: Mit anderen Künstlern fordert der Band strengere Regeln gegen überteuerte Konzerttickets. (Quelle: STAR-MEDIA via www.imago-images.de)
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Zahlreiche Künstler und Veranstalter verlangen strengere Regeln gegen überteuerte Konzerttickets im Internet. Auch die Toten Hosen unterstützen den Protest gegen den Ticket-Zweitmarkt.
Mit einem offenen Brief an die Bundesregierung fordern zahlreiche Musiker, Veranstalter und Verbände strengere Regeln gegen überteuerte Konzerttickets und Betrug auf dem Zweitmarkt. Unter den Unterzeichnern finden sich auch die Toten Hosen aus Düsseldorf.
Initiiert wurde die Aktion vom Musikerverband Pro Musik. Hintergrund ist der wachsende Ärger über Tickets, die nach dem offiziellen Verkaufsstart auf Plattformen im Internet zu stark erhöhten Preisen weiterverkauft werden. Nach Angaben der Initiatoren würden Karten teilweise für mehr als das Dreifache des ursprünglichen Preises angeboten. Zudem warnen sie vor gefälschten Tickets und sogenannten Leerverkäufen, bei denen Eintrittskarten verkauft werden, die es noch gar nicht gibt.
In dem Brief verlangen die Toten Hosen sowie zahlreiche weitere Unterzeichner unter anderem eine gesetzliche Preisobergrenze für den Weiterverkauf von Tickets. Außerdem fordern sie strengere Regeln gegen automatisierte Kaufprogramme, sogenannte Bots, die Konzertkarten innerhalb kürzester Zeit massenhaft aufkaufen. Plattformen sollen nach dem Willen der Künstler zudem transparenter machen müssen, wer Tickets verkauft und zu welchem Originalpreis sie angeboten wurden.
Andere Länder im Kampf gegen Ticketwucher weiter
Unterstützt wird die Initiative auch von zahlreichen weiteren bekannten Künstlern und Bands wie Die Ärzte, AnnenMayKantereit, Purple Schulz, Nina Chuba, K.I.Z, Kraftklub oder Deichkind sowie von Verbänden der Veranstaltungsbranche.
Die Unterzeichner verweisen darauf, dass andere Länder beim Kampf gegen Ticketwucher bereits weiter seien. In Frankreich oder den USA gelten teilweise strengere Regeln für den Weiterverkauf von Konzertkarten. In Deutschland fehle bislang jedoch eine umfassende Regulierung.
