Scheckübergabe direkt im Moor (v.l.n.r.): Moorkoordinatorin Dagmar Nitsche (DVL), die die Spende vermittelt hatte, Florian Engelbrecht und Projektleiterin Gudrun Frohmader-Heubeck (LPV), Franziska Györi-Shinaul (PSD Bank Nürnberg), Landrat Peter Berek, Lisa Reiprich (untere Naturschutzbehörde), Flächeneigentümer Berthold Voit./Foto: Moritz Hauck, PSD Bank Nürnberg eG

Scheckübergabe direkt im Moor (v.l.n.r.): Moorkoordinatorin Dagmar Nitsche (DVL), die die Spende vermittelt hatte, Florian Engelbrecht und Projektleiterin Gudrun Frohmader-Heubeck (LPV), Franziska Györi-Shinaul (PSD Bank Nürnberg), Landrat Peter Berek, Lisa Reiprich (untere Naturschutzbehörde), Flächeneigentümer Berthold Voit./Foto: Moritz Hauck, PSD Bank Nürnberg eG

Am Wulgerabach bei Ruppertsgrün liegt ein kleines Moor – unscheinbar, aber wertvoll. Kreuzottern sonnen sich hier, seltene Orchideen blühen zwischen Torfmoosen und die Moosbeere kriecht über feuchten Grund. Doch das Moor drohte zuzuwachsen. Büsche und Bäume hatten sich breitgemacht, entzogen dem Boden Wasser und nahmen den empfindlichen Moorpflanzen das Licht. Dass dieses Stück Natur jetzt wieder aufatmen kann, ist auch einer Spende zu verdanken: 5.000 Euro stellte die PSD Bank Nürnberg zur Verfügung. Das Geld kam genau zur richtigen Zeit – denn staatliche Fördermittel, mit denen die Arbeiten ursprünglich bezahlt werden sollten, standen kurzfristig nicht bereit.

Franziska Györi-Shinaul und Moritz Hauck von der PSD Bank Nürnberg haben jetzt den entsprechenden Scheck an Landrat Peter Berek, den 1. Vorsitzenden des Landschaftspflegeverbands (LPV) Wunsiedel überreicht. Der Verband hatte die Mittel eingesetzt, um das Moor von Gehölzen zu befreien – fachlich spricht man von „Entbuschung“. Ziel: Mehr Licht und mehr Wasser für die Moorfläche. „Moore sind ein echter Schatz unserer Landschaft“, so Landrat Peter Berek. „Dass wir dank der PSD Bank Nürnberg so schnell und unbürokratisch handeln konnten, war ein Glücksfall. Dafür sind wir sehr dankbar.“

Die praktische Arbeit übernahmen im Februar Landwirte aus dem nahen Birk – bei Kälte und Nässe, mitten im Winter. Genau die richtige Zeit für solche Einsätze, denn der gefrorene Boden schont das empfindliche Moor. Projektleiterin Gudrun Frohmader-Heubeck und Florian Engelbrecht vom LPV begleiteten die Maßnahme fachlich und zeigten den Gästen bei der gemeinsamen Begehung, wie sich die Fläche bereits erholt. Auch eine Waldeidechse haben alle Beteiligten bei diesem Termin zu sehen bekommen. Ein kleines Zeichen mit großer Bedeutung: Die Maßnahme wirkt.

Im kommenden Winter wird die Pflege des Moores fortgesetzt. Denn Moorschutz ist kein einmaliger Einsatz, sondern eine dauerhafte Aufgabe. Im Fichtelgebirge liegt über die Hälfte aller oberfränkischen Moore; der Landschaftspflegeverband Wunsiedel e.V. setzt sich für deren Erhalt und Pflege ein. Der Landkreis engagiert sich im Rahmen des Projekts „MoorGen – Moore für Generationen“ großflächig für den Schutz und die Wiedervernässung von Mooren.

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