Der Bundesligist Eintracht Frankfurt verzeichnet zum Ende der aktuellen Saison einen personellen Umbruch im Kader der Frauenmannschaft. Wie der Verein am Donnerstag, den 14. Mai 2026 mitteilte, werden die deutschen Nationalspielerinnen Nicole Anyomi und Elisa Senß sowie die Schweizerinnen Géraldine Reuteler und Nadine Riesen den Klub im Sommer verlassen.

Während die Verträge von Anyomi, Reuteler und Riesen regulär auslaufen, nutzt die Mittelfeldspielerin Senß eine vertraglich vereinbarte Ausstiegsklausel für ihren Wechsel. Die künftigen Arbeitgeber der vier Profis wurden zunächst nicht bekannt gegeben, wobei sport1.de über ein mögliches Interesse des FC Bayern München spekuliert.

Die sportliche Leitung des Vereins reagierte gefasst auf den Verlust der Stammkräfte. Direktorin Katharina Kiel bewertete die Abgänge als Bestätigung für die geleistete Aufbauarbeit in Frankfurt.

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„Wenn Spielerinnen uns verlassen und zu internationalen Topklubs wechseln, die uns in der Entwicklung noch einen Schritt voraus sind, ist das ein Kompliment für unsere Arbeit, aber auch für die Leistung der Spielerinnen“, erklärte Katharina Kiel, Direktorin bei Eintracht Frankfurt.

Sportdirektorin Babett Peter betonte die Schwere des Verlusts für die Mannschaft, signalisierte jedoch zugleich Verständnis für die individuellen Karriereentscheidungen der Spielerinnen.

„Gerne haben wir unsere Leistungsträgerinnen bei der Eintracht und sind traurig, wenn diese uns verlassen.“ sagte Babett Peter, Sportdirektorin von Eintracht Frankfurt.

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Die ehemalige Nationalspielerin verwies zudem auf die üblichen Mechanismen im Profifußball und den notwendigen Respekt gegenüber den Plänen des Quartetts.

„Wir wissen aber auch um die Dynamik des Marktes. Der Club könne sehr realistisch einschätzen, dass sich Spielerinnen auch für einen anderen Weg entscheiden können und das respektieren wir“, ergänzte Peter.

Das Quartett wird am kommenden Sonntag um 14:00 Uhr offiziell im Stadion am Brentanobad verabschiedet, wenn die Eintracht im letzten Saisonspiel auf den 1. FC Union Berlin trifft. Mit einem Heimsieg könnte Frankfurt den dritten Tabellenplatz und damit die Qualifikation zur Champions League sichern.

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Allerdings können Anyomi und Senß nicht aktiv in das Spielgeschehen eingreifen. Laut dpa fehlt Senß aufgrund einer Gelbsperre, während Anyomi wegen einer Oberschenkelverletzung zuschauen muss. Reuteler und Riesen stehen hingegen voraussichtlich für ihren letzten Einsatz zur Verfügung.