Baustart frühestens 2031

Bahnhofsvorplatz soll für mehr als 86 Millionen Euro umgestaltet werden

14.05.2026 – 14:39 UhrLesedauer: 2 Min.

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Luftbild des Bahnhofvorplatzes in Düsseldorf (Archivbild): Der Platz soll umgestaltet werden. (Quelle: IMAGO/Hans Blossey/imago)

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Mehr Platz für Fußgänger, neue Radwege und barrierefreie Haltestellen: Düsseldorf hat die Vorplanung für den Konrad-Adenauer-Platz abgeschlossen. Die Kosten sind dabei gestiegen.

Der Düsseldorfer Hauptbahnhofsvorplatz soll in den kommenden Jahren komplett umgestaltet werden – allerdings wird das Großprojekt teuer: Nach aktuellen Schätzungen liegen die Kosten inzwischen bei rund 86,5 Millionen Euro. Das geht aus der gemeinsamen Vorplanung der Stadt Düsseldorf und der Deutschen Bahn hervor, die nun abgeschlossen wurde. Im Juli soll der Stadtrat über die Pläne beraten.

Mit der Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes (KAP) verfolgt die Stadt das Ziel, den Bereich vor dem Hauptbahnhof moderner, sicherer und übersichtlicher zu gestalten. Besonders Fußgänger, Radfahrer und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs sollen profitieren. Die Bauarbeiten könnten nach aktuellem Stand allerdings erst ab 2031 beginnen.

„Der Konrad-Adenauer-Platz ist ein facettenreiches Großprojekt, das viele Menschen bewegt“, erklärte Düsseldorfs Planungsdezernentin Cornelia Zuschke. Die umfangreichen Abstimmungen mit Bahn, Rheinbahn und weiteren Beteiligten hätten viel Zeit beansprucht.

Konrad-Adenauer-Platz in Düsseldorf: Haltestellen werden barrierefrei

Ein zentraler Bestandteil der Pläne ist der barrierefreie Ausbau der Straßenbahn- und Bushaltestellen. Künftig sollen Fahrgäste stufenlos in Bahnen und Busse einsteigen können. Zudem werden die Bahnsteige verlängert: Straßenbahnhaltestellen sollen künftig 80 Meter lang sein, damit zwei Bahnen gleichzeitig halten können. Auch die Bussteige werden erweitert.

Durch die neue Anordnung der Haltestellen sollen die Wege für Fußgänger sicherer werden. Straßenbahnen sollen künftig erst nach dem Fahrgastwechsel langsam über die zentrale Querung fahren.

Bahnhofsvorplatz: Künftig weniger Autos und mehr Platz für Fußgänger

Deutlich verändert wird auch der Autoverkehr rund um den Bahnhof. Der bisherige Kurzzeitparkplatz vor dem Uhrenturm verschwindet. Stattdessen wird der Bereich im Norden des Platzes konzentriert. Die Zahl der Kurzzeitparkplätze wird dabei massiv reduziert: Statt ursprünglich geplanter 75 Stellplätze sind nur noch 30 vorgesehen.

Zusätzlich sind vier Carsharing-Plätze, drei On-Demand-Stellplätze sowie 13 Taxistände geplant. Weitere Taxi-Warteflächen sollen am Fernbusbahnhof entstehen. Die Stadt verspricht sich von der Neuordnung mehr Aufenthaltsqualität und mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer.

Eine Grafik zeigt die zukünftige Gestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes.Vergrößern des BildesEine Grafik zeigt die zukünftige Gestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes. (Quelle: Landeshauptstadt Düsseldorf/Amt für Verkehrsmanagement)

Neue Radwege und große Fahrradgarage geplant

Auch der Radverkehr soll deutlich ausgebaut werden. Geplant ist ein neuer Zweirichtungsradweg quer über den Bahnhofsvorplatz. Außerdem entsteht im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau des Gesundheitsamtes eine große Fahrradgarage mit 1.900 Stellplätzen.

Zusätzlich sollen auf dem Platz selbst weitere Fahrradständer, Flächen für Leihräder sowie Abstellmöglichkeiten für E-Scooter geschaffen werden.

Vor dem Haupteingang des Bahnhofs soll künftig eine große Aufenthaltsfläche mit Bäumen, Sitzgelegenheiten und einem Brunnen entstehen. Die Stadt hofft dadurch auf mehr Aufenthaltsqualität und eine bessere Klimaanpassung durch zusätzliche Begrünung.