Die Bayern-Jagd beginnt. Am Wochenende ist Play-off-Start in der Easycredit BBL, und der Favorit ist klar: Bayern München. „Der Titel ist Pflicht“, sagt Trainer Svetislav Pešić (76). „Das müssen gar nicht wir selbst sagen, das tun schon die anderen für uns. Aber das wird keine einfache Sache. Die anderen Teams sind stark.“

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Auch Rekordnationalspieler und Dyn-Experte Patrick Femerling (51) sagt: „Gerade in einer Play-off-Serie sind die Bayern schwer zu schlagen. Aber ich rechne nicht mit einem Durchmarsch.“ Drei Mannschaften können Bayern gefährlich werden. Der Titelkampf in der Basketball-Bundesliga wird zum Duell der vier großen Bs: Bayern, Berlin, Bamberg und Bonn. Gut für Fans: Streamingdienst Dyn bringt extra für die Play-offs ein Zwei-Monats-Abo zum Preis von 13,50 Euro pro Monat raus (regulär 19 Euro monatlich/Anzeige).

BBL-Play-offs: Jagd auf FC Bayern Basketball

Anders als in der regulären Saison mit der Doppelbelastung durch die Euroleague kann sich Bayern, das den mit Abstand höchsten Spieleretat (18 Millionen Euro) in der BBL hat, auf die Bundesliga konzentrieren. Der Druck ist umso größer, weil man schon den Pokalsieg verpasste und nun die letzte Titelchance in dieser Saison hat. Größter Hoffnungsträger ist Andreas Obst (29), der zum BBL-MVP gekürt wurde, als erster Deutscher seit Pascal Roller vor 22 Jahren. „Diese Auszeichnung bedeutet mir viel. Aber aktuell zählt nur, dass wir mit dem Team den Meistertitel gewinnen“, sagt Obst, der mit 16,6 Punkten pro Spiel Bayerns Top­scorer ist.

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Als Zweiter der regulären Saison geht Alba Berlin (4,7 Mio. Etat) in die Play‑offs. „Wir haben keinen Druck“, sagt Spielmacher Martin Hermannsson (31). Der x-Faktor ist Jack Kayil (20), der als bester Nachwuchsspieler der BBL ausgezeichnet wurde und sich für den NBA-Draft angemeldet hat. „Er ist mutig und nimmt unglaubliche Würfe“, sagt Albas Sportdirektor Himar Ojeda (53). „Einen Spieler wie Jack, der in dem Alter so spielt, hatten wir erst zweimal: Malte Delow und Franz Wagner.“

Zu einem Angstgegner für Bayern sind die BMA365 Bamberg Baskets (1,5 Mio. Etat) geworden. Auf ihrem Weg zum Pokalsieg schlugen sie die Münchner im Halbfinale 103:97. Danach gewann man in der Liga erneut: mit 97:93. Trainer Anton Gavel (41) stapelt tief: „Bayern in einer Play-off-Serie zu schlagen, ist noch einmal etwas ganz anderes.“ Die große Unbekannte ist der Vorrunden-Vierte Bonn (3,2 Mio. Etat). Das Team hat keinen Topstar, ist aber sehr ausgeglichen. Gleich fünf Spieler haben einen zweistelligen Punkteschnitt, an der Spitze Alijah Comithier (25) mit 13,7 Punkten.