Die U17 des VfB ist noch einen Schritt vom Titel entfernt. Foto: Baumann/Hansi Britsch
Das Team von Daniel Jungwirth kann im Finale um die deutsche Meisterschaft bei der TSG Hoffenheim seine starke Saison krönen. Die wichtigsten Infos zu Gegner und Tickets.
Für die U17 des VfB Stuttgart wird es am Samstag ernst. Die Mannschaft von Trainer Daniel Jungwirth tritt im Finale um die deutsche Meisterschaft um 11 Uhr auswärts bei der TSG Hoffenheim an. Geht der Nachwuchs des VfB auch noch den letzten Schritt auf dem Weg zum Titel, winkt dem Club der erste Triumph in dieser Altersklasse seit 2013. Doch mit dem Gegner aus dem Kraichgau wartet beim Spiel im Hoffenheimer Dietmar-Hopp-Stadion ein harter Brocken.
Der Weg ins Finale
Um den Sprung ins Endspiel zu schaffen, musste der VfB einen langen Weg gehen. Seit der Nachwuchs-Reform, die der DFB vor der vergangenen Spielzeit umsetzte, ist sowohl eine Vorrunde als auch eine Hauptrunde erfolgreich zu absolvieren. Den Stuttgartern gelang dies in dieser Saison eindrucksvoll. Zunächst beendete die Jungwirth-Elf die Vorrunde hinter dem FC Bayern München auf dem zweiten Platz, ehe eine nahezu makellose Hauptrunde folgte: Von zehn Spielen gewann die U17 acht und spielte zweimal Remis, was in der Endabrechnung den Spitzenplatz bedeutete.
Im anschließenden Achtelfinale folgte dann ein 9:0-Kantersieg gegen Hannover 96, im Viertelfinale ließ das Team dem Karlsruher SC beim 6:0-Heimsieg keine Chance. Dramatisch ging es im Halbfinale zu: Gegen den FC Augsburg mussten die Cannstatter in der Verlängerung einen zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand aufholen, hatten beim 5:4-Erfolg nach Verlängerung schließlich aber das bessere Ende für sich.
Der Gegner
Im Finale am Samstag wartet nun die TSG Hoffenheim. Die Mannschaft von Trainer Tobias Schilk beendete die Vorrunde hinter Stuttgarts Halbfinal-Gegner FC Augsburg auf Platz zwei. In der Hauptrunde lösten die Kraichgauer mit dem vierten Platz dann das letzte Ticket für das Achtelfinale, wo ein 5:2-Auswärtssieg beim VfL Bochum gelang. Nach einem 2:1-Heimsieg gegen Borussia Dortmund in der Runde der letzten acht räumten die Hoffenheimer im Halbfinale zuletzt auswärts den 1.FC Magdeburg aus dem Weg – 5:1 hieß es am vergangenen Samstag nach 90 Minuten.
Will der VfB am Samstag den Pokal mit nach Stuttgart nehmen, gilt es besonders auf einen Spieler im Kader der TSG aufzupassen: So erzielte der offensive Mittelfeldspieler Albin Kurpejovic in der laufenden Saison bereits 13 Treffer in 26 Spielen und führt damit die Torjägerliste der Gastgeber an.
Die Bedeutung
Der VfB steht bereits zum 16. Mal in einem Finale um die deutsche U-17-Meisterschaft. Mit einem Sieg würde der Verein seinen achten Meistertitel in dieser Altersklasse einfahren und damit gemeinsam mit Borussia Dortmund zum Rekordmeister avancieren. Die bislang letzte Endspiel-Teillnahme liegt vier Jahre zurück. Damals unterlagen die von Markus Fiedler trainierten Stuttgarter mit Spielern wie Dennis Seimen, Laurin Ulrich oder Luca Raimund dem FC Schalke 04 nach einem dramatischen Spielverlauf mit 3:4 nach Elfmeterschießen.
Den letzten Meistertitel gab es im Jahr 2013 zu feiern, als das damalige Team um Trainer Thomas Schneider das Finale in Berlin gegen Hertha BSC mit 1:0 für sich entschied. Torschütze für das Team, zu dem unter anderem die späteren Bundesligaspieler Timo Baumgartl, Marius Funk und Arianit Ferati gehörten, war Adrian Grbic.
Sebastian Hoeneß freut sich mit der U17. Foto: Baumann/Hansi Britsch
Auf einen Erfolg beim nun anstehenden Endspiel hofft auch der Stuttgarter Profi-Trainer Sebastian Hoeneß, der weite Teile des Halbfinals gegen die Augsburger am vergangenen Samstag auf dem Clubgelände verfolgt hatte: „Ich habe mich natürlich mitgefreut“, so Hoeneß. „Dass die Jungs da jetzt so ein großes Finale haben, ist top. Und da werden jetzt kräftig die Daumen gedrückt, dass sie es auch durchziehen.“
Wer den VfB-Nachwuchs beim Finale vor Ort unterstützen möchte, kann über die Homepage der TSG Hoffenheim Tickets erwerben. Dabei sind Stehplätze im 6350 Zuschauer fassenden Dietmar-Hopp-Stadion für einen Preis von fünf Euro erhältlich, Sitzplätze kosten zehn Euro.