Dallmann: „Haben es verdient“
Linda Dallmann: „Ich glaube, wir haben es heute auch verdient. Wir haben die zweite Halbzeit sehr dominant gespielt, haben uns das über die ganze Saison hinweg verdient. Ich bin einfach stolz auf die Mannschaft, weil heute jede alles gegeben hat und wir bis zum Ende geduldig geblieben sind – und auch gezeigt haben, was wir können. Wolfsburg stand sehr kompakt, das war schon nervig für uns. Sie haben mit einer Fünferkette agiert. Damit hatten wir im letzten Spiel, das Wolfsburg gegen uns gewonnen hat, auch schon Probleme. Da musst du einfach Geduld haben. In der zweiten Halbzeit wurden die Räume dann größer und dadurch ging natürlich mehr. Kurz vor der Pause noch ein Tor zu machen, tut immer gut – auch mental. Das hat uns Sicherheit und Aufschwung für die zweite Halbzeit gegeben. Sonst hätte es vielleicht noch hektischer werden können.“
Gwinn: „Rundum schöner Nachmittag“
Giuila Gwinn: „Es war heute definitiv nicht einfach gegen Wolfsburg. Wenn zwei solche Mannschaften aufeinandertreffen, ist klar, dass das Spiel nicht schon in der ersten Halbzeit entschieden wird. Wichtig war, bei uns zu bleiben. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir es immer besser geschafft, unser Spiel durchzuziehen, schöne Tore erzielt und am Ende dann vier Treffer gemacht. Es war einfach ein rundum schöner Nachmittag – mit einer mega Kulisse. Es macht einfach unglaublich viel Spaß mit dieser Mannschaft. In der Halbzeit hat uns der Trainer schon klar gesagt, dass noch nichts entschieden ist. Wir mussten genauso konzentriert und intensiv weitermachen. Natürlich war das 1:0 ein Vorteil für uns, aber uns war auch bewusst, dass Wolfsburg aggressiv aus der Pause kommen würde. Ich glaube, wir haben die Tore dann zu sehr guten Zeitpunkten gemacht und dadurch immer mehr Sicherheit bekommen. Gegen Ende konnte man das Spiel dann auch ein bisschen mehr genießen als noch in der ersten Halbzeit.“
Spätes Tor in Halbzeit eins
Nach anfänglichem Abtasten übernahmen die Münchnerinnen gegen tief stehende Wölfinnen mit zunehmender Spieldauer das Kommando. Für die erste wirklich gefährliche Aktion vor dem Tor sorgte Harder in Minute 20, als sie eine Flanke von Klara Bühl aus dem Halbfeld am zweiten Pfosten knapp neben das Tor köpfte. In der Folge drängten die Bayern-Frauen auf die Führung, aber die gut organisierte und kompakt stehende Wolfsburger Defensive ließ nahezu nichts zu. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte bot sich dann Stanway (45.+2) per Elfmeter nach einem Foulspiel im Strafraum an Tanikawa die Möglichkeit zur Führung und die Engländerin verwandelte eiskalt zum 1:0-Pausenstand. Drei Minuten später klärte Sarah Linder beim Abschluss von Harder auf der Linie und verhinderte einen weiteren Treffer.