Die Symbole werden mit Sprühkreide auf den Gehweg gesprüht. Sie sind auffallend gelb und sollen die Passanten für Taschendiebstahl sensibilisieren.

Ein Sprühfarbensymbol in gelber Farbe mit dem Schriftzug Taschendiebe-Pickpockets der Polizei zur Warnung vor Taschendiebstählen

Mit Schablone und Sprühkreide: Symbole in der Fußgängerzone gegen Taschendiebstahl

Und das mit gutem Grund: Von Januar bis April habe es schon 55 Taschendiebstähle in der Ludwigshafener Innenstadt gegeben, berichtet Kai Antes von der Polizeiinspektion Ludwigshafen 1. Die Tendenz in den letzten Jahren sei leicht steigend gewesen. Betroffen sei vor allem die Innenstadt rund um den Berliner Platz und die Rheingalerie.

Typische Maschen von Taschendieben

„Es gibt die klassischen Fälle von Anrempeln in dichteren Menschenmengen“, sagt Kai Antes. Da merke man oft erst im Nachhinein, dass der Geldbeutel weg ist. Es komme aber auch immer wieder vor, dass sich Diebe als Touristen ausgeben und um Auskunft bitten.

In einem unaufmerksamen Moment kann dann der Geldbeutel aus der Tasche gestohlen werden. „Die Bürger, die eigentlich helfen wollen, werden bestohlen“, so Antes. Ein ebenfalls raffinierter Trick: Diebe beschmutzen Passanten absichtlich, indem sie ihnen beispielsweise einen Kaffee überschütten. Beim Saubermachen stehlen sie dann unbemerkt Wertsachen.

Ludwigshafen

Am Berliner Platz in Ludwigshafen hat die Polizei am Montag über Sicherheitsaspekte informiert.


Infostand der Polizei Rheinpfalz
Polizei informiert in Ludwigshafen: So schützt man sich vor Trickbetrug

Gerade ältere Menschen werden oft Opfer von Schockanrufen. Und in der dunklen Jahreszeit kommt die Gefahr von Einbrüchen dazu. Die Polizei informiert dazu am Ludwigshafener Berliner Platz.

Infostand der Polizei in Ludwigshafen

Neben der Kreideaktion wird die Polizei am Samstag ab 13:30 Uhr auf dem Platz vor der Rhein-Galerie über Taschendiebstahl informieren.

„Unser Schwerpunkt am Samstag wird eher auf den älteren Mitbürgern liegen: Wenn in Rollatoren beispielsweise Handtaschen mitgeführt werden, dann werden oft Momente der Unaufmerksamkeit ausgenutzt und die Geldbörse aus der offenen Handtasche entwendet“, erläutert Kai Antes. Deshalb gehe es am Samstag darum, Passanten aktiv anzusprechen und über die Gefahren von Taschendiebstahl aufzuklären.

Polizei: Tipps zum Schutz vor Taschendiebstahl

Laut Polizei ist es vor allem wichtig, aufmerksam zu sein: Taschendiebe lassen sich oft an einem suchenden Blick erkennen und meiden direkten Blickkontakt. Stattdessen schauen sie eher nach Taschen und Rucksäcken.

Ludwigshafen

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Fr.27.6.2025
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Um einen Diebstahl zu vermeiden, sollten Wertgegenstände nah am Körper verstaut werden. Dafür eignen sich Brustbeutel und andere Taschen, die vor dem Körper getragen werden. So könne man seine Wertsachen gut im Blick behalten, so die Polizei. Grundsätzlich sei es empfehlenswert, nur so viel Bargeld wie nötig mitzunehmen.

Was tun, wenn ich Opfer von Taschendiebstahl werde?

Ein erster Schritt ist laut Polizei alle Karten sperren zu lassen. Über den Sperr-Notruf 116 116 können alle Girokarten und die meisten Kreditkarten gesperrt werden. Der Notruf ist aus Deutschland kostenlos.

Ein Diebstahl sollte immer bei der Polizei angezeigt werden. Die kann zusätzlich das SEPA-Lastschriftverfahren sperren lassen. Was auch wichtig ist: Das Konto regelmäßig überprüfen und unberechtigte Abbuchungen direkt bei der Bank reklamieren.