Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Nach 24 Toten: Selenskyj weist Reaktion von Militär an

Aktualisiert am 15.05.2026 – 09:38 UhrLesedauer: 22 Min.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (Archivbild): Er (Quelle: Vadim Ghirda/AP/dpa/dpa-bilder)

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Selenskyj kündigt eine Reaktion auf einen russischen Angriff an. Die Ukraine greift eine russische Raffinerie an. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Russland und Ukraine tauschen je 205 Kriegsgefangene aus

Russland und die Ukraine tauschen einem Bericht der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA zufolge jeweils 205 Kriegsgefangene aus. Der Austausch ist Teil einer von US-Präsident Donald Trump vermittelten dreitägigen Feuerpause über die russischen Feiern zum Sieg über Nazi-Deutschland am 9. Mai, der Russland zugestimmt hatte.

Selenskyj weist Reaktion nach großem russischem Angriff an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, er habe das Militär angewiesen, „mögliche Formate für unsere Reaktion“ auf einen großflächigen russischen Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew vorzubereiten, berichtet der „Kyiv Independent“. Mittlerweile ist die Zahl der Toten auf 24 angewachsen. Mindestens 48 Menschen wurden verletzt. 17 Personen werden noch vermisst.

Außenminister Andrij Sybiha erklärte nach dem Angriff, er habe die Einberufung einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates angeordnet, „um auf Russlands Tötung ukrainischer Zivilisten und Angriffe auf humanitäres Personal zu reagieren“.

Russland meldet massiven ukrainischen Drohnenangriff

Das russische Verteidigungsministerium meldet den Abschuss von 355 ukrainischen Drohnen über russischen Regionen in der Nacht. In der zentralrussischen Stadt Rjasan kommen bei einem Drohnenangriff drei Menschen ums Leben, zwölf weitere werden verletzt. Zudem werden Hochhäuser beschädigt und ein Industrieunternehmen getroffen, wie der regionale Gouverneur Pawel Malkow mitteilte.

Vorübergehender Drohnen-Alarm in Finnlands Hauptstadtregion

In Finnlands Hauptstadtregion ist vorübergehend Alarm wegen Drohnen unbekannter Herkunft ausgerufen worden. „Die Gefahr ist vorüber. Die Menschen können sicher zur Arbeit und zur Schule gehen“, erklärte Innenministerin Mari Rantanen auf X. Der Flugverkehr am Flughafen Helsinki wird nach einer dreistündigen Unterbrechung wieder aufgenommen, wie der Betreiber auf seiner Website mitteilt. Zuvor ließen die Streitkräfte einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Senders Yle zufolge Kampfjets aufsteigen. Ministerpräsident Petteri Orpo erklärt auf X, die Streitkräfte hätten ihre Kontrollen intensiviert.

imago images 0709843957Vergrößern des BildesMari Rantanen: „Die Gefahr ist vorüber.“ (Quelle: Mikko Stig/imago-images-bilder)

Nordkorea: London wird für Sanktionen wegen Kinderlager „Preis zahlen“

Nordkorea verurteilt die von Großbritannien verhängten Sanktionen wegen eines Sommerlagers für Kinder. London werde für diesen böswilligen Akt einen Preis zahlen, hieß es in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung des Außenministeriums. Die Sanktionen seien unbegründet und verletzten die Rechte und Interessen der Kinder des Landes. Großbritannien hatte am Montag Sanktionen gegen das internationale Kinderlager Songdowon wegen dessen mutmaßlicher Beteiligung an von Russland betriebenen Deportationen und die Umerziehung ukrainischer Kinder verhängt.