Es ist der Kampf, auf den alle „Star Wars“-Fans seit 27 Jahren gewartet haben. Nun wird er endlich wahr.

Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir eine Provision, die unsere
redaktionelle Arbeit unterstützt. Der Preis für dich bleibt dabei
unverändert. Diese Affiliate-Links sind durch ein Symbol
gekennzeichnet.  Mehr erfahren.

– Achtung: Es folgen Spoiler zu „Maul – Shadow Lord“ Staffel 1 Folge 10! –

Seit 27 Jahren stellen sich „Star Wars“-Fans dieselbe Frage: Was passiert, wenn Darth Vader und Darth Maul ihre Lichtschwerter kreuzen? „Maul – Shadow Lord“ Staffel eins liefert nun endlich die Antwort – und inszeniert einen Moment, der lange als unerfüllte Fan-Fantasie galt. Das Ergebnis ist kein ausgeglichener Kampf, sondern eine schonungslose Demonstration von Macht.

Darth Maul (Ray Park) sorgte in „Die dunkle Bedrohung“ für einen der eindrucksvollsten Auftritte der Saga, nur um scheinbar viel zu früh von Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) getötet zu werden. George Lucas und Dave Filoni korrigierten diese Entscheidung später, holten Maul in „Star Wars: The Clone Wars“ zurück und formte ihn zu einem der faszinierendsten Schurken des Franchise. Dennoch blieb eine Begegnung stets aus: ein direktes Duell mit Darth Vader.

Frühere Geschichten im Expanded Universe spielten mit dieser Idee, „Star Wars Rebels“ deutete sie an, bog dann aber in eine andere Richtung ab. Erst „Maul – Shadow Lord“ erfüllt nun dieses Versprechen – und zeigt, warum es vielleicht besser war, so lange darauf zu warten.

Star Wars: Maul – Shadow Lord - Trailer DeutschEin Duell ohne Illusionen

Dass Darth Vader stärker ist als Maul, überrascht kaum. Auch nach seiner Niederlage gegen Obi-Wan Kenobi bleibt er der Auserwählte, mit einer Macht im Umgang mit der Macht, die selbst Imperator Palpatine nicht ignorieren konnte. Während Palpatine Maul einst fallen ließ, hielt er an Vader fest – ein klares Signal für dessen überragendes Potenzial.

In „Maul – Shadow Lord“ erscheint Vader als das, was ihn so furchteinflößend macht: eine lautlose Naturgewalt. Sein Atem hallt durch die Dunkelheit, bevor er zuschlägt. Unterstützt von der Macht und seiner kybernetischen Rüstung agiert er mit brutaler Effizienz. Eleganz braucht er nicht mehr. Jeder Hieb ist darauf ausgelegt, zu brechen.

Das Duell wirkt deshalb von Beginn an einseitig. Maul hätte keine Überlebenschance, wären nicht Devon Izara (Gideon Adlon) und Jedi-Meister Eeko-Dio Daki (Dennis Haysbert) an seiner Seite. Selbst dann endet der Kampf unausweichlich: Vader tötet Daki, Maul verschafft seinem auserwählten Schüler Devon die Flucht. Als Vader erscheint, bleibt selbst Maul nur der Rückzug.

Eine neue, beunruhigende Facette der Macht

Das Finale deutet zudem an, dass Darth Vader eine neue Machttechnik beherrscht. Während Meister Daki die Inquisitor*innen über ihre dunkle Präsenz spüren kann, bleibt Vader unsichtbar. Er taucht aus dem Nichts auf, bricht durch Fels, schlägt ohne Vorwarnung zu. Weder Jedi noch Sith scheinen ihn kommen zu sehen.

Diese Form der Macht-Verschleierung erinnert an Imperator Palpatines Fähigkeit, seine dunkle Seite vor dem Jedi-Orden zu verbergen. Sollte Palpatine diese Technik an Vader weitergegeben haben, erklärt das seine unheimliche Überlegenheit. Wer ihn nicht spüren kann, hat keine Chance, sich vorzubereiten. Und so ist und bleibt Vader der legendärste „Star Wars“-Bösewicht, wenn nicht sogar der ikonischste Filmschurke überhaupt.