Herausragender Komfort, ganz viel Platz und bis zu sieben Sitze machen XL-SUV zu begehrten Alleskönnern. Der Gebrauchtwagenmarkt lockt mit reizvollen Preisen für die großen Premium-Modelle. Sechs Modelle im Check!

Audi Q7 (Typ 4M)

Die zweite Generation des Audi Q7 (4M) wird seit 2015 gebaut. Deutlich leichter aufgrund von Alubauweise und so auch effizienter als sein Vorgänger, avancierte der hochwertig und solide verarbeitete Q7 mit viel Platz und hohem Fahrkomfort zum Seriensieger in AUTO BILD-Vergleichstests.

Audi Q7 (4M)

Die zweite Generation des Audi Q7 (Typ 4M) kam 2015 auf den Markt. Gebrauchte Modelle starten bei etwa 26.000 Euro

Foto: Toni Bader

Kilometerstände um 200.000 Kilometer sind keine Seltenheit. Dann wird der Q7 bereits ab 26.000 Euro angeboten. Der Tachostand sollte stets genau auf Plausibilität geprüft werden: Einige Exemplare stehen mit manipulierten Tachoständen bei dubiosen Zwischenhändlern.

Schwachstellen: Bei der 272-PS-Version sorgten die Nockenwellen für Geräuschentwicklung, hier kam es teilweise zu erhöhtem Verschleiß. Bei Laufleistungen jenseits von 200.000 Kilometern können auch Defekte an der Achtstufen-Tiptronic auftreten.

Audi Q7 im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt!

BMW X5 (Typ F15)

Um den großen X5 auf Sparsamkeit zu trimmen, bot BMW die dritte Generation des Offroaders auch mit Vierzylinder (25d, 218/231 PS) und Hinterradantrieb (sDrive) an. Modelle mit dem kleinen, 2,0 Liter großen Vierzylinderdiesel ohne Allradantrieb sind aber eher selten. Mit Laufleistungen um 200.000 Kilometer werden sie bereits ab 20.000 Euro angeboten.

BMW X5 (F15)

Die dritte X5-Generation (Typ F15) wurde von 2013 bis 2018 produziert. Gebrauchtpreise starten etwa bei 20.000 Euro

Foto: Toni Bader

Das Gros der Käufer entschied sich jedoch für die 3,0-Liter-Diesel, meist in der 258 PS starken Version. Der Reihensechszylinder-Diesel ist außerdem in Leistungsstufen von 313 und 381 PS verfügbar.

Schwachstellen: Beim beliebten und drehmomentstarken Sechszylinderdiesel treten ab 150.000 Kilometer vermehrt Lagerschäden an der Kurbelwelle auf.

BMW X5 im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt!

Mercedes ML/GLE (Typ W 166)

Während der Bauzeit der dritten M-Klasse-Generation vollzog Mercedes einen Namenswechsel: Seit 2015 firmiert der Offroader als GLE. Neben dem V6-Diesel gibt es auch einen Vierzylinder-Basis-Selbstzünder, ab Mitte 2015 auch mit Hinterrad- statt Allradantrieb.

Mercedes GLE (Typ W 166): Bereits ab rund 15.000 Euro angeboten werden Modelle mit über 200.000 Kilometer Laufleistung, die häufig von dem Vierzylinder angetrieben werden.

Mercedes GLE (Typ W 166): Bereits ab rund 15.000 Euro angeboten werden Modelle mit über 200.000 Kilometer Laufleistung, die häufig von dem Vierzylinder angetrieben werden

Foto: Thomas Ruddies

Schwachstellen: Häufigste Problemstellen des OM 651 genannten Motors sind gelängte Steuerketten aufgrund von undichten Hydraulik-Kettenspannern. Inzwischen sind meist optimierte Kettenspanner verbaut.

Mercedes GLE im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt!

Volvo XC90 (2. Generation)

Mit deutlich verändertem Design und rund 15 Zentimeter mehr Länge startete 2015 die zweite Generation des XC90. Statt der Sechs- und Achtzylinder aus dem S80 kamen bei den Dieseln und Benzinern Zweiliter-Vierzylinder mit PS-Stärken von 190 bis 326 zum Einsatz.

2020

Volvo XC90, 2. Generation (seit 2015): Gebrauchtpreise beginnen bei cirka 25.000 Euro (Laufleistung bis 200.000 Kilometer)

Foto: Uli Sonntag

Als Plug-in-Hybrid waren bis zu 455 PS möglich. Die Teilzeitstromer realisieren den Allradantrieb über die elektrisch angetriebene Hinterachse, den kleinen Diesel D4 mit 190 PS gibt es nur als Fronttriebler.

Schwachstellen: Selten traten Probleme mit den Steuerketten der Benziner-Triebwerke mit Turbo- und Kompressoraufladung (T6 und T8) auf. Die Motoren sind außerdem nicht frei von AGR-Problemen, Injektorschäden oder erhöhtem Ölverbrauch.

Volvo XC90 im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt!

Range Rover Sport (Typ L494)

Der „Range“ ist quasi der Urvater aller Luxus-SUV und kam schon 1970 auf den Markt. Mit dem Zusatz „Sport“ wuchs er in zweiter Generation im Vergleich zum Vorgänger in Länge und Breite, wog aufgrund der Alubauweise bis zu einer halben Tonne weniger.

2013

Die zweite Generation des Range Rover Sport (2013 bis 2022) wurde zwar größer, war aber dennoch viel leichter als das Vorgängermodell. Gebraucht ist er ab 22.000 Euro zu haben

Foto: Werk

Ab etwa 22.000 Euro werden Modelle mit V6-Diesel (306 PS) und weniger als 200.000 Kilometer Laufleistung angeboten. Angesichts der üppigen Ausstattung (Luftfederfahrwerk Serie) und des hohen Neupreises (2015 ab ca. 70.000 Euro) hat der Range Rover Sport einen besonders hohen Wertverlust erlitten.

Schwachstellen: Der V6-Diesel besitzt Lagerschalen, die ab Werk ohne Sicherung im Motorblock verbaut wurden. Mitdrehende Teile können so Motorschäden verursachen.

Range Rover Sport im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt!

VW Touareg (Typ 7P)

Aerodynamischer, effizienter und besser vernetzt ging der zweite und viel modernere Touareg an den Start. Volkswagen entschlackte zudem das Motorenprogramm, Ausnahmeantriebe wie der riesige V10-TDI oder der versoffene W12-Benziner wurden aussortiert; nur noch Sechs- und Achtzylinder-Triebwerke kamen bei den Dieseln und Benzinern zum Einsatz. Dazu gab es erstmals einen Plug-in-Hybrid aus der Kooperation mit Audi (3.0 V6 TSI Hybrid).

VW Touareg: Die zweite Generation (2010 bis 2018) wirkt bieder, in puncto Leistung und Komfort ist dieser VW allerdings wirklich premium. Gebrauchtpreise starten etwa bei 15.000 Euro

VW Touareg: Die zweite Generation (2010 bis 2018) wirkt bieder, in puncto Leistung und Komfort ist dieser VW allerdings wirklich premium. Gebrauchtpreise starten etwa bei 15.000 Euro

Foto: Toni Bader

Schwachstellen: Die V6-Diesel bis 2014 fielen mit defekten Injektoren auf. Außerdem gab es Ausfälle des Hochdruckkraftstoffpumpensystems.

VW Touareg im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt!

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