Die Europäische Union drängt den britischen Premierminister Keir Starmer zu weitergehenden Zugeständnissen für einen Neustart der Beziehungen zwischen Grossbritannien und der EU. Vertreter aus Brüssel warnten laut Politico, die angekündigte Annäherung könne scheitern, falls London an seinen bisherigen «roten Linien» festhalte.

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Premierminister Keir Starmer im Unterhaus in London

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Starmer hatte angekündigt, Grossbritannien wieder «ins Herz Europas» führen zu wollen. Gleichzeitig schloss er bislang eine Rückkehr in den EU-Binnenmarkt oder die Zollunion aus. Kritiker innerhalb der EU halten dies für unzureichend, um die Beziehungen grundlegend zu verbessern.

Der französische Europaabgeordnete Sandro Gozi erklärte, Grossbritannien solle sich stärker wirtschaftlich integrieren und sich an einem geplanten Europäischen Sicherheitsrat beteiligen. Das Gremium soll die Zusammenarbeit europäischer Staaten in Sicherheitsfragen stärken und die Abhängigkeit von den USA und der Nato verringern.

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Auf Fragen nach einer möglichen Lockerung seiner Position äusserte sich Starmer zuletzt zurückhaltend. Er wolle beim geplanten EU-UK-Gipfel in diesem Jahr «einen grossen Schritt nach vorne» erreichen – insbesondere bei Handel, Wirtschaft sowie Sicherheits- und Verteidigungsfragen.

Die Gespräche zwischen London und Brüssel konzentrieren sich derzeit auf ein Gipfeltreffen, das voraussichtlich im Sommer stattfinden soll. Die EU-Kommission erklärte, beide Seiten hätten ein gemeinsames Interesse an engerer Zusammenarbeit. Verhandelt werde unter anderem über Agrarstandards und den Stromhandel.