Wenn in Oberkassel ein neuer Döner-Laden aufmacht, kostet der natürlich 12,50 Euro, ist aus feinstem Steakfleisch – und gleich ist ein Promi da: Schalke-Coach und Aufstiegsheld Miron Muslic schaute als einer der ersten Gäste bei „Alaturka“ am Belsenplatz vorbei.

Chef Sükrü Pehlivan (bekannt durch den „Trödeltrupp“ bei RTL2) hat den ersten Standort außerhalb Stuttgarts übernommen, wo „Alaturka“ unter anderem durch TV-Shows sehr bekannt wurde. Bei VOX wurde die Fleischtasche aus Stuttgart zu „Deutschlands bestem Döner“ gekürt.

Besonders beeindruckt war Pehlivan von der Einfachheit des Konzepts. „Die Spezialität war eigentlich gar keine Geheimrezeptur“, sagt er. „Wenig Gewürze, gutes Fleisch und vor allem Entrecôte.“

Daraufhin nahm er Kontakt zu Hakan Atas auf, dem Betreiber des Stuttgarter Originals. Aus dem ersten Gespräch entwickelte sich eine Partnerschaft. Beide Standorte arbeiten eigenständig, teilen sich aber Marke und Konzept.

Das Ladenlokal am Belsenplatz hat den Vorteil, dass man auch draußen sitzen kann, wofür 40 Plätze bereitstehen. Drinnen gibt’s durch Backöfen, Drehspieß und die große Beilagen-Auswahl nur wenig Raum zum Essen.

Apropos: Wie schmeckt der Edel-Döner denn? Kurz gesagt: Anders – aber gut. Statt Kalbshackfleisch wie bei vielen „normalen“ Döner-Läden kommen Fleischstücke von Ribeye-Steak und Entrecôte zum Einsatz. „Ich sage selber gar nicht mehr Döner dazu, weil das Produkt dafür viel zu schade ist“, sagt Pehlivan.

Das Exklusive setzt sich bei den Soßen fort: Es gibt außer Joghurt, Aioli und „sehr scharf“ auch Hummus und die Variante Trüffel. Beim Bestellen bekommt man erst mal ein frisch gebackenes Fladenbrot aufgeschnitten, in das die gewählten Soßen gestrichen und Salat gelegt wird. Dann geht’s wie bei „Subway“ an den nächsten Counter. Dort gibt es ungewöhnliche Beilagen: Börek, geschmorte Zwiebeln (Spezialität des Hauses), gebackene Karotten, gebackene Peperoni – aber auch das „Normalprogramm“ wie Gurken und rote Zwiebeln.

Der Preis bleibt gleich – egal, was man alles nimmt. Geht auch vegetarisch (kostet dann neun Euro). Die Fleisch-Variante macht satt und ist je nach Füllung wie jeder pralle Döner eine Herausforderung beim Essen. Weil die Soßen fest und das Fleisch mager ist, tropft es aber nicht an allen Ecken. Da viele Menschen schon bei einem normalen Döner für acht Euro nach einer Preisbremse rufen, ist die 12,50-Euro-Variante eine Ansage. Der „Alaturka“-Teller mit Reis kostet sogar 20,50 Euro.

Pehlivan ist dennoch sicher, dass das Konzept ein Erfolg wird. In dem Laden arbeiten seine Frau und Tochter, eine Expansion ist bereits geplant. In Düsseldorf sollen zwei weitere Standorte entstehen, außerdem eine sogenannte „Ghost Kitchen“, in der nur Online- und Lieferbestellungen bearbeitet werden.

Info Belsenstraße 8. Täglich, außer sonntags, von 11 bis 20 Uhr geöffnet.