Ende April wurde er vom Rat der Stadt gewählt – nun ist auch klar, wann Torsten Rekindt seine neue Stelle als Erster Beigeordneter und Kämmerer in Wülfrath beginnen wird: Wie die Stadt mitteilt, startet er zum 1. Juli. Aktuell ist Rekindt noch bei der Stadt Hilden als Leiter des Zentralen Bauhofes beschäftigt. Mit dem Dienstantritt im Wülfrather Rathaus übernimmt Torsten Rekindt neben der Verantwortung für die städtischen Finanzen auch Leitungs- und Steuerungsaufgaben sowie die Vertretung des Bürgermeisters.
Erfahrungen bringt der Hildener bereits aus seiner beruflichen Laufbahn mit: Über acht Jahre lang leitete er das Bauverwaltungsamt in Haan, wo Liegenschaftsmanagement, Vergabewesen und Berichtswesen auch strategische Steuerungsaufgaben zu seinem Verantwortungsbereich gehörten. Er habe hier „wertvolle Erfahrung in der Finanzverwaltung und in den Bereichen betriebswirtschaftlicher Analysen, Kosten- und Leistungsrechnung, Gebührenkalkulation sowie in den vielfältigen Zusammenhängen kommunaler Steuerungs- und Verwaltungsprozesse“ gesammelt, so die Stadt Wülfrath. Auch bei der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) war er maßgeblich beteiligt. Zudem ist er geprüfter Bilanzbuchhalter (IHK). Der Diplom-Verwaltungsbetriebswirt absolvierte seine Ausbildung bei der Stadt Hilden und war dort vor seinem Wechsel nach Haan in verschiedenen Bereichen tätig – unter anderem im Rechnungsprüfungsamt.
Der Kreis Mettmann ist Rekindts Heimat: Er ist in Monheim aufgewachsen und hat mit seiner Ehefrau in Hilden eine Familie gegründet. Sie haben zwei Töchter im Alter von 19 und 21 Jahren. Der Familienvater „beschreibt sich selbst als offenen, kommunikativen und äußerst geselligen Menschen – somit besteht die Verwaltungsspitze zukünftig aus mindestens zwei selbst ernannten ,echten rheinischen Frohnaturen‘“, so die Wülfrather Verwaltung in ihrer Mitteilung.
„Wülfrath steht – wie viele Kommunen – vor anspruchsvollen Herausforderungen, aber ich habe den Eindruck gewonnen, dass hier der gemeinsame Wille besteht, Dinge positiv zu gestalten und etwas zu bewegen. Genau dabei möchte ich als Kämmerer unterstützen und dazu beitragen, auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen tragfähige Lösungen möglich zu machen“, betont der neue Kämmerer. Seinen Führungsstil beschreibt er selbst als authentisch, kooperativ und kommunikativ. Ihm sei wichtig, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Mitarbeitende ihre Stärken bestmöglich entfalten können. Gleichzeitig betont er, dass verantwortungsvolle Führung auch klare Entscheidungen erfordere – ebenso wie die Bereitschaft, Entscheidungen bei Bedarf zu korrigieren und eine konstruktive Fehlerkultur zu leben.