ANZEIGE// Mit der Abschlussveranstaltung in den Gewerblich Berufsbildenden Schulen (GBS) in Nordhorn wurden die Ergebnisse der Roboterfabrik Grafschaft Bentheim zum Abschluss des geförderten Projektzeitraums gewürdigt. Landrat Uwe Fietzek, GBS-Schulleiter Holger de Vries sowie Prof. Harald Strating von der Hochschule Osnabrück hoben die Bedeutung der Roboterfabrik für Bildung, Wirtschaft und Fachkräftesicherung in der Region hervor.
Seit ihrer Etablierung im Dezember 2023 hat sich die Roboterfabrik als regionaler Anlaufpunkt für praxisnahe Robotik- und Automatisierungslösungen entwickelt. Zugleich ist mit dem Projektende ein wichtiger Grundstein für die nachhaltige Fortführung gelegt worden.
Die Roboterfabrik bleibt dauerhaft an den Gewerblich Berufsbildenden Schulen verortet und damit ein zentraler Ort, an dem Robotik erlebbar wird. Im Rahmen des Projekts wurden unterschiedliche Formate für verschiedene Zielgruppen entwickelt – für Kinder und Jugendliche, Auszubildende sowie Beschäftigte in Unternehmen. Diese Angebote haben sich bewährt und werden über den Förderzeitraum hinaus fortgeführt und weiterentwickelt.
Robotik-Lehrgänge qualifizierten 480 Teilnehmende
„Ziel des Projekts war es, junge und gut ausgebildete Menschen für die Zukunftstechnologie Robotik zu sensibilisieren und zu gewinnen“, erklärte Projektleiter Tobias Gelling vom Bildungswerk der Grafschafter Wirtschaft. Projektleiterin Karen Pecher von der Wachstumsregion Ems-Achse ergänzte: „Dieses Vorhaben haben wir in unterschiedlichen, erfolgreichen Formaten umgesetzt. Insgesamt nahmen rund 480 Kinder, Jugendliche und Erwachsene an den Angeboten teil.“
Ein besonderer Schwerpunkt lag im Bereich der Erwachsenen- und Beschäftigtenqualifizierung. Unter anderem fanden vier IHK-Zertifikatslehrgänge „Operator for tactile Robotics – extended“ statt, in denen praxisnahes Wissen im Umgang mit modernen Robotiksystemen vermittelt wurde. Ergänzend wurden Ferien- und Freizeitangebote in Nordhorn und Emden angeboten, um Kinder und Jugendliche frühzeitig an technische und digitale Themen heranzuführen und Berufsorientierung zu unterstützen.
Robotiklösungen für Unternehmen in der Roboterfabrik
Während des Förderzeitraums entwickelte sich die Roboterfabrik zu einer Plattform für praxisnahe Anwendungen. Kleine und mittlere Unternehmen erhielten Unterstützung beim Einstieg in Robotik und Automatisierung, anwendungsorientiertes Wissen aus Forschung und Technik wurde in die betriebliche Praxis übertragen und konkrete Einsatzmöglichkeiten in einer realitätsnahen Labor- und Demonstrationsumgebung erprobt. Ein weiterer Fokus lag auf der Vernetzung von Unternehmen, Bildungseinrichtungen und regionalen Akteuren.
Diese Aktivitäten haben verdeutlicht, welches Potenzial moderne Robotik für Produktivität, Wettbewerbsfähigkeit und die Fachkräftesicherung in der Region bietet. Insgesamt hat die Region deutlich von der Projektförderung profitiert – Effekte, die auch langfristig wirken.
Die Roboterfabrik Grafschaft Bentheim war ein durch den Europäischen Sozialfonds gefördertes Projekt und wurde in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen regionalen Partnern umgesetzt. Dazu zählen das Bildungswerk der Grafschafter Wirtschaft, die Gewerblich Berufsbildenden Schulen Grafschaft Bentheim, die Robokind Stiftung, der Landkreis Grafschaft Bentheim, die Wachstumsregion Ems-Achse sowie die Hochschule Osnabrück.
Robotikformate werden nach Förderende verstetigt
Mit dem Abschluss des Förderzeitraums endet die Arbeit der Roboterfabrik jedoch nicht. Die entwickelten Formate werden verstetigt und zielgruppenspezifisch weitergeführt: Das Bildungswerk der Grafschafter Wirtschaft übernimmt die Angebote für Beschäftigte und Auszubildende, die Gewerblich Berufsbildenden Schulen integrieren die Formate weiterhin in die Ausbildung und der Campus Berufliche Bildung (CBB) bietet künftig Freizeit- und Ferienformate für Kinder und Jugendliche an. „Dass die entwickelten Formate nun von unterschiedlichen Einrichtungen zielgruppengerecht weitergeführt werden, ist ein großer Erfolg. So bleibt Robotik für Kinder und Jugendliche, Auszubildende und Beschäftigte gleichermaßen erlebbar und zugänglich“, hieß es aus dem Kreis der Organisatoren.
Darüber hinaus laufen bereits Überlegungen zu weiteren Anwendungsfeldern in der Robotik, unter anderem im Bereich Pflege, sowie zur stärkeren Einbindung Künstlicher Intelligenz. Damit bleibt die Roboterfabrik Grafschaft Bentheim nicht nur ein abgeschlossenes Förderprojekt, sondern eine dauerhafte Anlaufstelle für Austausch, Demonstration und Unterstützung rund um Robotik und Automatisierung in der Region.