Edle Helden und finstere Bösewichte, allerlei Intrigen – und natürlich packende Kämpfe mit klirrenden Schwertern im Schatten der mächtigen Burgmauern von Schloss Burg sind die Grundzutaten für die Geschichten, mit denen die Georgs Ritter das Hochmittelalter zum Leben erwecken. So ist es auch bei „Jungritter und Burgdrachen.“ Premiere feierte das neue Stück an Christi Himmelfahrt.

In der jüngeren Vergangenheit hatte teils das Coronavirus die beliebten Ritterspiele ausgebremst, dann mussten die Mittelalter-Darsteller mit ihren Darbietungen angesichts der umfangreichen Burg-Sanierung auf den Sportplatz Oberburg ausweichen. Dort sei man zwar choreografisch weniger an feste örtliche Gegebenheiten gebunden gewesen, zugleich habe jedoch die besondere Atmosphäre der historisierten Kulisse gefehlt, blickt der Vorsitzende Thorsten Schwieder zurück – mal ganz abgesehen von anderen logistischen Herausforderungen. Seit vorigem Sommer geht es im erneuerten Brunnenhof von Schloss Burg aber wieder richtig zur Sache.

Am Samstag und Sonntag, 16. / 17. Mai sowie am darauf folgenden Pfingstwochenende schlüpfen die Georgs Ritter mehrfach täglich für „Jungritter und Burgdrachen“ in Kettenhemd und Waffenrock. Erzählt wird die Geschichte von Sophie von Isenburg, die von ihrem Gemahl zu Hause gelassen wird, obwohl sie so gern das Turnier des Grafen von Berg sehen wollte. Kurzerhand folgt sie dem Ritter Friedrich auf eigene Faust und erlebt auf dem Weg zu den Ritterkämpfen allerhand Abenteuer.

Nach den Vorstellungen sind traditionell alle Besucher eingeladen, Fotos mit den Georgsrittern und Darstellern zu machen – oder auch selbst ein „echtes“ Schwert an dem Waffenständer in die Hand zu nehmen.

Im September laden die Georgs Ritter an zwei Wochenenden auch zu einer Familienschatzsuche ein – mit ihrem Programm „Der Schatz des Drachen.“ Die jungen Schatzsucher und ihre Eltern sollen dabei dem Grafen von Berg zur Seite stehen – und müssen sich vor einem bösen Zauberer in Acht nehmen.

Verein sucht Verstärkung

Rund 30 aktive Mitglieder haben die im Jahr 1988 gegründeten Georgs Ritter derzeit. Um aber ihre Ideen umsetzen und vielfältige Figuren mit Leben füllen zu können, bräuchten sie noch Verstärkung, sagt Schwieder. Der bekannte Nachwuchsmangel, unter dem landauf landab viele Vereine leiden, macht auch vor wackeren Rittersleuten keinen Halt.

Willkommen seien alle Menschen mit einer Leidenschaft für die Welt der Burgen und mittelalterlichen Sagen. Ob Knappen, Edelmänner, Burgdamen, Mägde oder Bauern – die Bandbreite der möglichen Rollen auf der Bühne für männliche wie weibliche Interessenten ist überaus vielfältig.

Und natürlich gibt es auch jenseits des Scheinwerferlichts viele Arbeiten zu verrichten, ohne die stimmungsvolle Ritterspiele undenkbar wären – von der Technik bis zur Gestaltung von Requisiten oder Kostümen.