Als am 4. Juni vergangenen Jahres eine Gruppe von Grundschulkindern in Hürth eine Straße überqueren wollte, war es ein gewöhnlicher Schulausflug – bis zu jenem Moment, der für mehrere Familien alles veränderte. Nun beginnt vor dem Landgericht Köln der Prozess gegen einen jungen Autofahrer, der mit seinem Wagen in die Gruppe gefahren sein soll. Zwei Menschen starben: ein zehnjähriges Mädchen und ein 25 Jahre alter Schulbegleiter.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor. Nach den Ermittlungen soll der damals 20-Jährige trotz roter Ampel weitergefahren sein. Die Ampel habe bereits seit vier Sekunden Rot gezeigt. Das Auto soll mit 54 bis 57 Stundenkilometern unterwegs gewesen sein, als es die Gruppe erfasste. Die Viertklässler wollten gemeinsam mit Lehrkräften und Begleitpersonen bei Grün die Straße überqueren.